Nicht zum ersten Mal beschäftigte die Naherholung in der Vilsaue den Stadtrat. Und es wird auch nicht das letzte Mal sein, handelt es sich doch hierbei um ein für Vilsecks Zukunft bedeutendes Projekt.
Pavillon soll die Vilsaue zieren

Die Vilsaue in Vilseck ist das Filetstück und soll nach den Vorstellungen der Planer ein Naherholungsgebiet werden. Bild: e
Lokales
Vilseck
12.02.2015
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(e) Diesmal ging es um eine Planungsänderung, speziell um einen Pavillon, der an prominenter Stelle in der stadtnahen Vilsaue platziert werden soll.

Architekt Michael Harth stellte dem Plenum in Wort und Bild dessen mögliche Ausführung vor - eine Pyramide oder ein offenes Pult mit Dachbegrünung standen zur Debatte. "Dort entsteht ein Kleinod, wie sich in den nächsten Jahren herausstellen wird", schwärmte der Architekt von dem vielseitig verwendbaren Gartenhaus.

Nach langer Diskussion entschied sich der Stadtrat schließlich für ein Pultdach. Von 9000 Euro Kosten war die Rede, exakt definierte Zahlen liegen aber nicht vor. Einige Arbeiten am Naherholungsgebiet Vilsaue hat das Wasserwirtschaftsamt noch zu erledigen. Auf dem Areal soll auch ein Kneippbecken entstehen, dessen Planung läuft bereits.

Einige Bauchschmerzen

Die Stadt übernimmt aufgrund vertraglicher Verpflichtungen am Betriebskostendefizit des Kindergartens St. Josef in Vilseck einen Anteil in Höhe von 82 722 Euro. Das beschloss der Stadtrat, wenn auch mit einigen Bauchschmerzen, wie den Einlassungen zu entnehmen war. Bürgermeister Hans-Martin Schertl erklärte, dass die katholische Kirchenstiftung Vilseck als Träger des Kindergartens in ihrem Jahresbericht 2013/14 ein Betriebskostendefizit in Höhe von 103 402 Euro - 2012/13 waren es nur 43 931 Euro - vorgelegt hat. 80 Prozent davon müsse die Stadt übernehmen. Zu berücksichtigen ist laut Bürgermeister, dass der Abrechnungszeitraum diesmal insgesamt 16 Monate umfasst wegen der Umstellung des Förderzeitraums durch den Freistaat Bayern für die staatlichen Zuschüsse. Künftig werde wieder jährlich abgerechnet. Die Caritas übernimmt nun die Geschäftsführung für den Kindergarten St. Josef.

Kirchenpfleger Thomas Pröls bekam die Möglichkeit, sich zu dem Defizit zu äußern. Aus dem Stegreif vermochte er es nicht, den hohen Fehlbetrag schlüssig zu erklären. Die Energiekosten seien jedenfalls nicht dafür verantwortlich, stellte er fest. Problematische Buchungszeiten seien "enger zu stricken", befand er.

Die Übernahme der Betriebskosten für den Kindergarten St. Martin in Schlicht, dessen Träger die katholische Kirchenstiftung Schlicht ist, fiel da schon leichter. Der Jahresbericht 2013/14 wies bei einem Abrechnungszeitraum von ebenfalls 16 Monaten ein Betriebskostendefizit in Höhe von 12 956 Euro auf. Auch davon hat die Stadt 80 Prozent - hier sind dies also 10 365 Euro - zu tragen. Der Fehlbetrag hat sich verringert, stellte Bürgermeister Schertl fest, ein Jahr zuvor habe er noch 19 897 Euro betragen.

Neuer Ladekran

Der Stadtrat vergab den Auftrag zur Lieferung eines Ladekrans für das Bauhoffahrzeug Ford Transit, die Kosten belaufen sich auf rund 14 800 Euro. "Das alte hat seinen Dienst getan", meinte der Bürgermeister, als es um ein neues Bauhoffahrzeug als Ersatz für den alten Golf ging. Das Gremium war einstimmig dafür, ein neues Fahrzeug für den Bauhof-Vorarbeiter zu ordern, es handelt sich um einen VW Caddy zu einem Brutto-Preis von 11 900 Euro.
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