Noch sehr gut aufgestellt

Lokales
Vilseck
27.10.2014
0
0

Die Kommune hat 2014 groß investiert. Aber trotzdem sei Vilseck finanziell noch sehr gut aufgestellt, informierte das Stadtoberhaupt Hans-Martin Schertl bei einer Bürgerversammlung. Der Zehentkasten der Burg Dagestein war gut besucht, als er auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurückblickte.

(zip) Wie Schertl aufzeigte, umfasst der Haushalt 2014 ein Gesamtvolumen von 17,5 Millionen Euro. Eine darin enthaltene Maßnahme sei die Generalsanierung der Vilsecker Schule. Wegen erheblicher Probleme beim Brandschutz und alter Baumängel habe sich hier eine Kostensteigerung auf nunmehr 4,8 Millionen Euro ergeben. Der Trakt E mit der Hausmeisterwohnung sei bereits fertiggestellt, die Außendämmung am kompletten Schulgebäude angebracht.

Einzug in wenigen Tagen

Derzeit erledige man im Trakt B und C mit der Pausenhalle die letzten Arbeiten. In den nächsten 14 Tagen solle Einzug sein. Dann seien sechs weitere Klassenzimmer fertiggestellt, könnten Verwaltung und neues Lehrerzimmer in Betrieb genommen werden. Letzte große Maßnahme der Generalsanierung sei dann Trakt D, an dem die Arbeiten wahrscheinlich Ende kommenden Jahres abgeschlossen seien.

Als weitere Großbaustellen nannte Schertl den Kreisverkehr in Axtheid-Berg, der fast fertiggestellt sei und womit ein Unfallschwerpunkt entschärft werde. Die Stadt habe die neue Beleuchtung und die Verlegung der Wasserleitung zu bezahlen. Die Renaturierung der Vilsauen mit Kosten von 800 000 Euro solle bis Dezember abgeschlossen sein. Die Stadt zahle hier 150 000 Euro dazu. "Hier entsteht ein wunderschönes Naherholungsgebiet, das 2015 mit einem Kunstpfad aufgewertet werden soll", blickte der Bürgermeister nach vorn. Die Generalsanierung des Vilsecker Kindergartens koste rund 1,2 Millionen Euro, von denen 750 000 Euro auf die Stadt entfielen. Die Förderung der drei Vilsecker Kindergärten - insbesondere für Personalkostenzuschüsse und die Übernahme von Defiziten - koste die Stadt in diesem Jahr fast 500 000 Euro.

Zur Finanzierung der heuer eingeweihten Kläranlage war es laut Schertl notwendig, die Schmutzwassergebühr zu erhöhen. Gleichzeitig habe man die gesplittete Abwassergebühr eingeführt und eine Gebühr für das Einleiten des Oberflächenwassers erhoben. Die neue Kläranlage weise hervorragende Reinigungswerte auf, weshalb künftig eine wesentlich geringere Abwasserabgabe an den Freistaat zu zahlen sei.

Wie der Bürgermeister bekannt gab, wurden in die Erweiterung und Erneuerung des Wasserleitungsnetzes 200 000 Euro investiert, ebenso für Erneuerungen im Kanalnetz. Die weitere Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED kostete 80 000 Euro. Für Bordstein-, Gehweg-und Straßensanierungen sind im Haushalt 300 000 Euro bereitgestellt. Der Bauhof wird mit einem neuen Lkw mit Räumschild und Salzstreuautomaten ausgerüstet, Kosten: 150 000 Euro. Außerdem erhält der Bauhof zwei neue Salzsilos, Kosten: 60 000 Euro. Im vergangenen Jahr bekam die Feuerwehr Sigl ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug und heuer werden für die Feuerwehr Sorghof zwei neue Fahrzeuge beschafft, die knapp 300 000 Euro kosten. Für den Grunderwerb für Bauplätze und Gewerbeflächen gab die Stadt 400 000 Euro aus.

Einiges auf den Konten

Trotz dieser vielen Investitionen habe die Stadt an Rücklagen 2 014 000 Euro, auf dem Geldmarktkonto 360 000 Euro und an Barmitteln 240 000 Euro, hob Schertl hervor. Als positiv wertete er, dass heuer 100 000 Euro mehr an Gewerbesteuer eingenommen werde als geplant. Die Darlehen würden schrittweise zurückgezahlt. Die Tilgung liegt heuer laut Bürgermeister bei 385 000 Euro. Die Gesamtschulden der Stadt belaufen sich zum Jahresende auf 4,8 Millionen Euro, was eine Pro-Kopf-Verschuldung von 813 Euro bedeutet.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.