Schnellste Sitzung des Jahres

Lokales
Vilseck
30.11.2015
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So fangen Stadtratssitzungen normalerweise nicht oft an: Blumen gab's aus der Hand von Bürgermeister Hans-Martin Schertl für Paula Weiß. Das hatte natürlich einen Grund

Paula Weiß, eine gebürtige Vilseckerin und Lehrerin an der örtlichen Grund- und Mittelschule, hat sich bereiterklärt, das vakante Amt der Ortsheimatpflegerin zu übernehmen. Als Pädagogin ist ihr das Thema Heimat und Heimatpflege natürlich ein Bedürfnis. Der Posten war frei, die neue Ortsheimatpflegerin wird ihre Funktion ehrenamtlich ausführen. Das hat ihr den Beifall und den Dank des gesamten Gremiums eingebracht.

Gründlich vorgearbeitet

Überhaupt war die vorletzte Sitzung des Jahres bemerkenswert, da sie eine der schnellsten heuer war. Die Fraktionen hatten bei ihrer Klausurtagung im November ganz offensichtlich gründlich vorgearbeitet, so gab es kaum längere Debatten. Auch nicht, als es um die Jahresrechnung der Stadt und der Spitalstiftung ging. Für den Fall, unterrichtete der Bürgermeister, dass die Stadt Vilseck ein Rechtsgeschäft mit der Spitalstiftung auszuführen hat, eventuell bei Grundstückskäufen, ist dem Landratsamt als Stiftungsaufsicht ein besonderer Vertreter zu benennen.

In der Vergangenheit seien dies Mitarbeiter örtlicher Banken gewesen, die aber nicht mehr zur Verfügung stünden. Der frühere Stadtrat Josef Götz ist laut Schertl bereit, das Amt zu übernehmen. Festgestellt wurde die Jahresrechnung 2014 der Stiftung. Im Verwaltungshaushalt schloss sie in Einnahmen und Ausgaben mit jeweils 20 575,54 Euro und im Vermögenshaushalt mit 6622,20 Euro bei Haben und Soll.

Ohne Gegenstimme

Desgleichen für die Feststellung der Jahresrechnung der Stadt selbst: Im Jahr 2014 gab es 12 887 622,75 Euro in den Einnahmen und Ausgaben, ausgeglichene 4 120 713,75 Euro im Vermögenshaushalt. Die Räte stimmten diesen Zahlen mit 21:0 zu.

Der Verein zur Förderung der seelischen Gesundheit im Alter hat mit Schreiben vom 6. November nachgefragt, ob die Stadt Fördermitglied bei SEGA werden könnte. Vilseck beteiligt sich und leistet sich den Jahresbeitrag von 200 Euro, um die Hilfe für psychisch kranke alte Menschen zu fördern. 100 Euro beträgt der Jahresbeitrag für die Mitgliedschaft beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, dem die Stadt ebenfalls ohne Gegenstimme beigetreten ist.

Reparatur lohnt sich nicht

Einen Radlader erhält der Bauhof, als Ersatz für den aus dem Jahr 1998 stammenden Fendt-Geräteträger. Dieser tut's nicht mehr, eine Reparatur ist nicht mehr wirtschaftlich, hieß es. Der Einsatzzweck dient hauptsächlich dem Materialumschlag, wofür ein Lader besser geeignet ist. Es soll ein Caterpillar-Radlader Typ 908 M beschafft werden, ein entsprechendes Angebot wurde angefordert.

Die Verwaltung hat vorgeschlagen, den Auftrag zur Lieferung eines Caterpillar Radladers an die Gebietsvertretung Zeppelin/CAT Erlangen zu vergeben. Als Preis nannte Bürgermeister Schertl netto 62 590 Euro, minus zwei Prozent Nachlass, insgesamt 61 338,20 Euro.
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