Schreckgespenster fehl am Platz

Zum Sicherheitsgespräch über die Lage im vergangenen Jahr trafen sich im Vilsecker Rathaus (von rechts) Polizeihauptkommissar Roman Markert, Leiter der Poliizeiinspektion Auerbach, Kriminalhauptkommisasar Karlheinz Escher, Bürgermeister Hans-Martin Schertl und stellvertretender Bürgermeister Helmut Klier aus Freihung. Bild: zip
Lokales
Vilseck
29.09.2014
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Kleine statistische Ausreißer sind drin und fallen auf. Doch um die Sicherheitslage in und rund um Vilseck braucht sich kein Bürger ernsthaft zu sorgen.

Die Sicherheitslage gibt keinen Anlass zur Sorge. Das unterstrichen bei einem Besuch im Rathaus Erster Kriminalhauptkommissar Karlheinz Escher und Polizeihauptkommissar Roman Markert gegenüber Bürgermeister Hans-Martin Schertl und seinem Kollegen aus Freihung, stellvertretendem Rathaus-Chef Helmut Klier. Sie legten die einschlägigen Zahlen sowie Unfallstatistik für 2013 vor und erläuterten einige Details.

Im Dienstbereich der Polizeiinspektion (PI) Auerbach und der Vilsecker Dienststelle wurden im vergangenen Jahr 603 Verbrechen und Vergehen registriert. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Anzahl der Straftaten damit um 21 Fälle. Auf einem ähnlich hohen Stand wie 2012 bewegt sich im gesamten PI-Bereich die Aufklärungsquote. Sie liegt bei 68 Prozent (Vorjahr 68,8). Die Vergleichszahl für das Polizeipräsidiums Oberpfalz liegt bei 65 Prozent, bayernweit wird eine Quote von 54,4 Prozent ausgewiesen.

Alle Fälle aufgeklärt

Ein Tötungsdelikt hatte nicht bearbeitet werden müssen, allerdings gab es zwölf Fälle von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Darunter fielen auch Delikte der Verbreitung pornografischer Schriften und exhibitionistische Handlungen. Allerdings musste auch sechs Mal wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern ermittelt werden. Alle Straftaten dieser Deliktgruppe konnten aufgeklärt werden.

Sogenannte Rohheitsdelikte wie Raub, Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung stiegen im Vergleich zu 2012 um 15 Fälle auf insgesamt 116 Taten an. Die Aufklärungsquote fällt hier außerordentlich hoch aus, sie liegt bei 99,1 Prozent. Immerhin waren aber 18 Verfahren wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung nötig. Die Polizeibeamten bedauerten ausdrücklich, dass in diesem Deliktumfeld eine stets anwachsende Aggressivität verzeichnet werden müsse. Nicht selten sei das eine eindeutige Folge übermäßigen Alkoholkonsums. 2013 wurde kein Raub angezeigt, Diebstähle sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 148 auf 174 Fälle angestiegen.

Mehr Prävention

Zu auffällig vermehrten Einbruchdiebstählen in privaten Wohnhäusern will die Polizei demnächst eine Aufklärungsveranstaltung anbieten. Gegenüber dem Vorjahr ist hingegen die Anzahl der Fälle von Vermögens- und Fälschungsdelikten leicht gesunken (2012: 109 Fälle, 2013: 103). Sachbeschädigungen schlugen mit 71 mal (Vorjahr 105) zu Buche. Auch 13 Rauschgiftdelikte mussten geahndet werden. Nach einem auffälligen Anstieg im Jahr 2012 (36 Fälle) bewegen sich diese nun wieder auf Durchschnittsniveau.
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