Schwächeren beistehen

Lokales
Vilseck
17.11.2015
1
0

Für die Opfer der beiden Weltkriege und für alle, die Leid tragen um ihre Toten, sprach Pfarrvikar Hrudaya Kumar Madanu nach einem Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche St. Ägidius Fürbitten am Ehrenmal.

Wie Heinrich Deinzer von der Krieger- und Reservistenkameradschaft sagte, gelte es, um die Botschaft "Nie wieder Krieg" zu realisieren, nicht nur, der Opfer zu gedenken. Vielmehr müsse man als Warner auftreten, damit es zu solchen Entgleisungen der Menschheit nicht mehr komme. Als Beispiel führte er den Konflikt in der Ukraine an, der das Potenzial für einen neuen Krieg in Europa enthalte. "Der Friede ist kein Selbstläufer", sagte Deinzer, man müsse sich gemeinsam für ihn einsetzen.

2. Bürgermeister Thorsten Grädler erinnerte an die Gräueltaten des 20. Jahrhunderts sowie an die vielen Toten, die auch heute noch weltweit zu beklagen sind. Ebenso verurteilte er den unmenschlichen Terroranschlag in Paris. Auch das Schicksal der Kriegsflüchtlinge dürfe einen nicht kalt lassen, sagte Grädler. Sein Dank galt allen damit befassten Mitarbeitern in Ämtern oder bei der Bundeswehr sowie den Ehrenamtlichen, die in Vilseck mit Sprachkursen und materiell helfen.

"Unsere freiheitliche demokratische Grundordnung kann nur bewahrt werden, wenn der Stärkere dem Schwächeren beisteht, wenn Verständnis und Rücksichtnahme Vorrang vor Oberflächlichkeit und Egoismus haben", unterstrich der Vertreter der Stadt.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.