Seit der Landesgartenschau 1996 in Amberg ist dies die größte Maßnahme des Wasserwirtschaftsamtes in der nördlichen Oberpfalz. Die Rede ist von der Renaturierung der Vils-Auen.
In ihren Auen wird Vils erlebbar

Im zukünftigen Naherholungsgebiet an der Vils erläuterten Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes Weiden die Renaturierungsmaßnahme. Bild: rha
Lokales
Vilseck
25.03.2015
4
0
(rha) Anlässlich des Weltwassertags veranstaltete das Wasserwirtschaftsamt Weiden vor Ort drei Führungen, um der Bevölkerung die seit zwei Jahren laufende Maßnahme zu erläutern. Das Projekt erstreckt sich auf einer Länge von über einem Kilometer unmittelbar in Vilseck beziehungsweise an der Stadtgrenze. "Nachhaltigkeit für alle Lebewesen" lautet der Titel des Mottotags in diesem Jahr, wie Bürgermeister Hans-Martin Schertl informierte.

Baudirektor Matthias Rosenmüller, sein Stellvertreter Dr. Hans Weiß, der Bauoberrat für Kommunikation, Reinhold Melzer, Projektleiter Hans Heinrich, Bauingenieur Johannes Pausch und Tiefbau-Unternehmer Franz Braun aus Ursulapoppenricht standen den zahlreichen Interessenten für Fragen zur Verfügung.

"Wasser zieht immer an, und hier wird die Vils erlebbar", erklärte Matthias Rosenmüller einleitend. Dass an dem Fluss ein wichtiger Naherholungsraum geschaffen werden könne, sei in erster Linie der Stadt Vilseck zu verdanken, die diese Flächen zur Verfügung gestellt habe, betonte er. Man wolle einen guten ökologischen Zustand erreichen. Jedoch würden noch Jahre vergehen, bis sich die Biologie hier ausgebaut habe.

110 einheimische Bäume seien gepflanzt worden, es handle sich um Eichen, Weiden, Bergahorn und Ulmen, führte Projektleiter Hans Heinrich aus. Daneben habe man an die 1100 Sträucher gesetzt. Fische, Vögel, Nattern und viele andere Tiere seien in diesem Areal anzutreffen. Bei der späteren Pflege der Vils-Auen seien neben der Stadt Vilseck auch die Bürger gefragt. "Ganz kann man die Natur dann doch nicht sich selber überlassen", meinte Heinrich. Die Maßnahme werde in Kürze abgeschlossen und bald dürfte auch alles begrünt sein, sagte der Projektleiter.

Bauunternehmer Franz Braun wartete zum Schluss noch mit einer unglaublichen Zahl auf: "Rund 36 000 Tonnen Erdaushub haben wir von hier zur Deponie nach Oberweißenbach gebracht."
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.