Stadtrat diskutiert spektakuläre ALS-Spenden-Aktion
Acht Kandidaten auf einen Streich

Lokales
Vilseck
24.09.2014
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Spenden ja - aber muss man sich dabei publikumswirksam einen Eimer Eiswasser über den Kopf schütten lassen? Über Sinn oder Unsinn durch diese Art auf die seltene Nervenkrankheit ALS (Amytrophe Lateralsklerose) aufmerksam zu machen, diskutierte auch der Stadtrat in Vilseck. Auch hier, so Bürgermeister Hans-Martin Schertl, seien mehrere Menschen von dieser Nervenkrankheit betroffen. Letztlich war das Plenum auch einstimmig dafür, eine Spende in Höhe von 1000 Euro an die Forschungseinrichtung der ALS der Berliner Charite zu überweisen.

Die Stadträte Hildegard Ringer und Manuel Plößner plädierten dafür, zu einer entsprechenden Benefizveranstaltung in Vilseck auch US-Amerikaner mit ins Boot zu holen. Wilhelm Ertl glaubt, dass die Kommune damit "neue Türen öffnet" und stellte die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, einen entsprechenden Hilfsfonds zu gründen und Spenden den Betroffenen so direkt zukommen zu lassen. Stellvertretender Bürgermeister Thorsten Grädler meinte, das inzwischen häufig zu sehende Überschütten mit einem Kübel Eiswasser sei wohl mehr eine Marketing-Aktion, auch Markus Graf war der Ansicht: "Es handelt sich um eine tragische Erkrankung, das Drüberschütten von Wasser muss nicht sein".

Das alles sei doch eindeutig eine freiwillige Sache, befanden Andreas Kredler und Karl Trummer. Wichtig wären letztendlich die Spenden. Aus diesem Grund gibt es am Sonntag, 28. September, beim Herbstmarkt in der Stadt ab 14 Uhr eine Aktion zum Spendensammeln. Acht Stadträte haben sich bereiterklärt, einen eiskalten Eimer Wasser im Sinne der ALS-Forschung über den Kopf schütten zu lassen.
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