Stadtrat erhöht Wasserpreis

Der Wasserpreis in Vilseck steigt demnächst von 70 auf 95 Cent pro Kubikmeter. Gleichzeitig hebt die Stadt die Zählergebühr auf um fast das Doppelte auf 12 Euro pro Jahr an. Archivbild: Hartl
Lokales
Vilseck
13.12.2014
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Ganz so hart wie die Bewohner einiger Ortsteile der Gemeinde Kastl trifft es die Vilsecker nicht. Dennoch dreht der Stadtrat beim Trinkwasser empfindlich an der Preisschraube.

Der Kastler Gemeinderat hat den Wasserpreis erst vor wenigen Tagen für einen Teil der Haushalte um mehr als das Doppelte auf zwei Euro erhöht. Da kommen die Vilsecker mit einer Anhebung um "nur" etwa 35 Prozent auf künftig 95 Cent pro Kubikmeter noch relativ gut weg. Das Thema, so erklärte Bürgermeister Hans-Martin Schertl, sei bei der Klausurtagung des Stadtrats bereits vorbesprochen worden. Entsprechend eindeutig fiel mit 16:1 das Abstimmungsergebnis aus.

Fehlbetrag in der Bilanz

"Eine Erhöhung der Wassergebühr ist unumgänglich, da in den vergangenen Jahren einige Verluste aufgelaufen sind, das Wasserwerk aber kostendeckend arbeiten muss", erläuterte der Rathauschef. Allein 2013 habe sich der Fehlbetrag bei der Wasserversorgung auf rund 130 000 Euro summiert. Dieses Minus habe Kämmerer Harald Kergl als Grundlage für die Neuberechnung der Gebühren verwendet. Bisher lag der Wasserpreis bei 70 Cent pro Kubikmeter, ab 2015 sind 95 Cent zu bezahlen. Außerdem steigt die Zählergebühr. Der derzeit geltende Tarif von 6,12 Euro pro Jahr stamme noch aus dem Jahr 1980. Künftig sind jährlich 12 Euro fällig. "Auch wenn wir die Gebühren nun erhöhen, können wir unseren Bürgern immer noch vergleichsweise niedrige Preise anbieten."

Geld für die Kirche

Einstimmig erklärte das Gremium seine Bereitschaft, der Kirchenstiftung St. Ägidius bei der Renovierung der Pfarrkirche unter die Arme zu greifen. In dem Gotteshaus war im Januar 2013 ein Feuer ausgebrochen. "Wir sollten heute einen Grundsatzbeschluss fassen, dass der Stadtrat einen Zuschuss gibt", sagte der Bürgermeister. Auf eine konkrete Höhe legte sich der Stadtrat aber nicht fest. Über einen genauen Geldbetrag soll erst entschieden werden, wenn die Gesamtkosten feststehen.

Ebenfalls einstimmig segneten die Räte die Auszahlung von 5000 Euro für fünf verschiedene Bauprojekte ab. Die Träger hatten Zuschüsse aus einem kommunalen Förderprogramm beantragt.
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