Unterstützerkreis aus Vilseck und Freihung engagiert sich seit bald 20 Jahren für Arme in ...
Helfertrio wächst zum Hilfswerk

Lokales
Vilseck
24.10.2014
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Die "Rumänienhilfe der Schule und Stadt Vilseck und der Gemeinde Freihung" besteht seit knapp 20 Jahren. Ins Leben gerufen hatte sie der Konrektor der Freihunger Volksschule Klaus Dieter Seibold nach dem Besuch eines Siebenbürgener Sachsen. Unterstützung erhielt er von Bürgermeister Bücherl und dem Schulrektor. Sie reisten auch ins rumänische Zagar, wo es bis heute noch kein fließendes Wasser gibt.

Aus dem Projekt von einst entstand eine Partnerschaft mit vielen persönlichen Kontakten. Mittlerweile hat sich ein fester Kreis von rund 20 Leuten gebildet, der unter der Leitung von Hans Grimm einmal jährlich im Frühjahr eine Lkw-Ladung voller Hilfsgüter nach Rumänien schickt. "In Zagar nennen sie es das Maifest.", erklärt Grimm. Lehrer, Eltern und Kinder veranstalten bei ihrer Ankunft immer ein Schulfest. Da werden dann Sachspenden und Geschenke für die Kinder und ihre Familien überreicht.

Geräte fürs Krankenhaus

"Wir kennen jeden, der was von uns bekommt", betont Grimm. Der Rumänienhilfe ist es außerdem gelungen, Kontakte herzustellen und Sponsoren zu gewinnen, mit deren Hilfe ganze Krankenhäuser ausgestattet werden konnten. So lieferten sie bislang sechs Dialysegeräte, 130 Krankenhausbetten, eine Wasseraufbereitungsanlage für die Dialysegeräte, Rollstühle und anderes medizinisches Material an die Uniklinik in Tirgu Mures, die Hauptstadt des Kreises Mure mit etwa 145 000 Einwohner. Hierbei zählt das Klinikum in Weiden zu den großzügigsten Sponsoren.

Auch die Firma Conrad aus Hirschau unterstützt die Helfer von Beginn an. 55 Schülertische, 90 Stühle, 28 Computer und noch vieles mehr hat Grimm für die Schule und den Kindergarten in Zagar beschafft. In diesem Jahr ermöglichte die Spendenbereitschaft der Conrad Stiftung erstmals einen zweiten Transport nach Rumänien, der kürzlich zu seiner Reise aufbrach. Im Schnitt sind pro Hilfstransport etwa zehn Helfer sechs Tage lang unterwegs.

Seit drei Jahren spielen Hans Grimm und Klaus Dieter Seibold nun mit dem Gedanken, das Zepter abzugeben. Allerdings lassen sie die Freundschaft und der enge Kontakt mit den Menschen aus Sagar ihren Entschluss immer wieder um ein Jahr hinauszögern. Wer mehr über die Artbeit erfahren will, kann sich unter Telefon 09662/8905 an Grimm wenden.
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