Verkehrserzieher erklärt Erstklässlern den toten Winkel
Kurz unsichtbar

Die Klasse 1a (hinten von links mit Lehrerin Annemarie Hüttner, Rektor Franz Dirmeier und Verkehrserzieher Bernhard Ziegler) weiß jetzt, wie man sich an der Haltestelle und im Bus richtig verhält. Auch das Ein- und Aussteigen wurde bei der Verkehrsausbildung gelernt. Bild: khg
Lokales
Vilseck
16.12.2014
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Drei Monate nach ihrer Einschulung erhielten die Erstklässler Besuch von der Polizei. Keine Sorge, nichts passiert. Der Mann in Uniform heißt Bernhard Ziegler, ist Verkehrserzieher und war auf Einladung vom Rektor Franz Dirmeier vorbeigekommen. Sein Auftrag: Die Schüler der beiden ersten Klassen in Schlicht sollen das richtige Verhalten an der Haltestelle, das Ein- und Aussteigen sowie die Disziplin im Bus lernen. Das wurde in der Praxis auch ausprobiert. Das Unternehmen Willax hatte für den Unterricht einen Bus gratis zur Verfügung gestellt.

Bernhard Ziegler erklärte den äußerst aufmerksamen Kindern, dass der Schulbus ein sicheres Verkehrsmittel ist. Er sprach alle Gefahren an, die an der Haltestelle entstehen können, und erläuterte den Schülern, durch welche Verhaltensweisen Gefahrensituationen gar nicht erst entstehen. Die Kernpunkte: Die Bushaltestelle ist kein Spielplatz. Die Kinder dürfen auf keinen Fall auf die Straße laufen. Die Schüler sollten nicht Fangen spielen, herumtoben oder eventuell sogar auf das Bushäuschen klettern. Die Taschen dürfen nicht an der Gehsteigkante abgestellt werden. Vor dem Einsteigen müssen sie Abstand halten und sich ordentlich anstellen, ohne zu drängeln. Erst wenn der Bus steht, darf der erste Schüler in der Reihe in Richtung Türe gehen. Nach dem Aussteigen dürfen die Kinder erst nach der Abfahrt des Busses von der Haltestelle die Straße überqueren. Viel Zeit nahm sich Ziegler, den toten Winkel zu veranschaulichen.

Autofahrern ist die Problematik des toten Winkels vertraut. Kindern jedoch fehlt meist das Bewusstsein dafür. Kinder müssen begreifen, dass der Busfahrer trotz seiner Spiegel nicht jeden Bereich um sein Fahrzeug herum einsehen kann.

Gerade an der rechten Seite, direkt vor dem Bus und direkt hinter ihm, befinden sich "blinde Flecke". Da sich Kinder nur schwer vorstellen können, dass sie in bestimmten Situationen für den Busfahrer "unsichtbar" sind, durften sich mehrere Schüler auf den Fahrersitz des Busses setzen und konnten sich selbst von dieser Tatsache überzeugen.
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