Vorbild beim Sprechen

Gut besucht war der Elternabend, bei dem Lehrerin Hildegard Feyrer zum Themenkreis Schulfähigkeit referierte. Bild: u
Lokales
Vilseck
09.02.2015
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Kinder sollen über ein gesundes Selbstbewusstsein verfügen und auf das eigene Leistungsvermögen vertrauten. Beide Eigenschaften können sie nur entwickeln, wenn sie im Alltag immer wieder Lob, Anerkennung und Zuneigung erfahren. Das verdeutlichte die Hirschauer Lehrerin Hildegard Feyrer gegenüber Eltern in Vilseck.

Die Grundschule Vilseck erwartet für 2015/16 etwa 40 Abc-Schützen. Deren Eltern liegt offenkundig viel am optimalen Schulstart ihrer Zöglinge. Mütter und Väter der Neulinge waren zahlreich zum Infoabend "Ist unser Kind schulfähig?" in die Mehrzweckhalle des Schulhauses gekommen. Als Referentin begrüßte Rektor Franz Dirmeier Grundschullehrerin Hildegard Feyrer (Hirschau).

Humorvolle Beispiele

Sie definierte Schulfähigkeit als "komplexen Begriff, der körperliche, motorische, kognitive, motivationale und sozial-emotionale Kriterien" beinhalte. Dazu hatte sie anschauliche und humorvolle Beispiele aus der Praxis parat. Als wichtigstes körperliches Merkmal nannte sie die Vitalität. Schulweg und Unterricht seien Belastungen, die nur von einem gesunden Kind zu bewältigen sind.

Eltern sollten auf gesunde Ernährung der Sprösslinge achten und ihre Bewegungsfreude unterstützen. Zur Förderung der Auffassungs- oder Merkfähigkeit sollten Eltern Alltags- und Spielsituationen nutzen. Trainieren lasse sich dies etwa mit Memory-Spielen und Puzzles.

Erschöpfend beantworten

Von Bedeutung sei die Gestaltauffassung. Da sich viele Buchstaben ähnelten, gelinge der Leselernprozess leichter, wenn Kinder minimale Unterschiede erkennen könnten. Von enormer Bedeutung sei die Sprachfähigkeit: Rund 65 Prozent aller Schulleistungen hingen von der Sprachkompetenz ab. Eltern sollten ein gutes Sprachvorbild geben, Fragen erschöpfend beantworten, Geschichten erzählen oder vorlesen. Dadurch würden der Wortschatz und das Repertoire an Satzstrukturen erweitert.

In aller Regel, so Feyrer, freue sich das Kind auf den Schuleintritt. Die Neulinge sollten die soziale und emotionale Reife mitbringen, sich von vertrauten Personen zu lösen und Kontakte zu Kindern und Erwachsenen knüpfen zu können. Nicht nur in dieser Hinsicht leiste der Kindergarten wertvolle Vorarbeit. Ein schulfähiges Kind zeichne sich durch entsprechende Selbständigkeit aus. Die Referentin ermahnte die Eltern, die Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben. Sie sollten ihnen auch keine Angst vor der Schule machen.
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