Wieder eine Watschn

Lokales
Vilseck
30.03.2015
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Im Bayerischen Wald gibt es für den FV Vilseck einfach nichts zu holen. Auch bei der SpVgg Lam geht der Tabellenvorletzte der Fußball-Landesliga Mitte leer aus, hat sich das aber selbst zuzuschreiben. Ein Sieg wäre locker möglich gewesen.

Viel zu leichtfertig gingen die Vilsecker mit ihren Chancen um und wurden dann, wie so oft in dieser Saison, am Ende abgewatscht. Der Siegtreffer der Lamer fiel in der 86. Minute durch Radoslav Dyk, als die Gäste den Ball mehrmals nicht aus der Gefahrenzone brachten.

Genialer Steilpass

Durch die 0:1-Niederlage bleibt die Mannschaft von Trainer Martin Kratzer vier Punkte hinter Relegationsplatz 16 auf Abstiegsrang 17. Beide Teams beschränkten sich in den Anfangsminuten vornehmlich darauf, den Ball im Mittelfeld und vor allem vom eigenen Tor wegzuhalten. Bis dann nach 20 Minuten Florian Weiß einen genialen Steilpass auf Stefan Liermann spielte, der seinem Gegner auf und davon lief, aber allein vor dem Lamer Torsteher an diesem scheiterte. Die nächste hundertprozentige Möglichkeit hatte Sebastian Weih: Eine Hereingabe von Stefan Liermann nahm er aus kurzer Distanz direkt, schob den Ball aber dem SpVgg-Schlussmann in die Arme (32.). Einmal gefährlich wurde es in der ersten Hälfte auch für Vilseck, als Radoslav Dyk gut in Schussposition gebracht wurde, aber an Vilsecks Torhüter Stephan Pröls scheiterte (37.).

In der zweiten Hälfte drückten die Gastgeber mächtig aufs Gas. Zeitweise schnürten sie die Gäste in der eigenen Hälfte ein, kamen aber zu keinen nennenswerten Möglichkeiten. Daniel Dietrich und Michael Siegert organisierten die Viererreihe hervorragend, weshalb auch nichts anbrannte. Dagegen hätte Christoph Dietrich für die Führung sorgen können: Aber anstatt nach hinten zu spielen, versuchte er es selbst, doch Max Weber in Lamer Tor hatte das kurze Eck zugemacht (68.). Unglaublich dann eine Szene in der 85. Minute: In Unterzahl (Christoph Dietrich musste mit Gelb-Rot vom Platz) spielte Marco Scholz einen genauen Pass auf Stefan Liermann, der seinen Gegenspieler umkurvte, den Torwart ausspielte, den Ball aber am leeren Kasten vorbeischob.

Trocken unter die Latte

Die Strafe folgte unmittelbar danach auf dem Fuß. Zunächst entschärfte Stephan Pröls einen 30-Meter-Hammer von Allesandro Pittoni, dann waren die Vilsecker Abwehrspieler trotz mehrerer Versuche nicht in der Lage, den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen. Dies konnte sich Radoslav Dyk nicht mehr mit ansehen und jagte den Ball trocken unter die Latte (86.). Ein großes Lob verdiente sich das Schiedsrichtergespann um Alexander Schuster, das die Begegnung trotz doch manch hektischer Phasen sicher im Griff hatte.
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