Zufriedene Mienen bei Stadträten und Verwaltung: Einstimmig ging der Vilsecker Haushalt 2015 durch. Dessen Gesamtvolumen beträgt 17 280 297 Euro. Mit 13 459 406 Euro beinhaltet er den bisher höchsten Verwaltungsetat Vilsecks, der Vermögenshaushalt liegt bei 3 820 891 Euro.
Haushalt ist durch

Lokales
Vilseck
21.03.2015
1
0
(e) Die Pro-Kopf-Verschuldung wird Ende des Jahres 742,80 Euro umfassen. Der Durchschnitt vergleichbarer Städte in Bayern beläuft sich auf 750 Euro. Der Rücklagenstand zu Beginn des Jahres 2015 beträgt 1 714 000 Euro, zum Ende des Jahres sind es voraussichtlich 1 948 000 Euro. Schulden hat die Stadt derzeit 4 801 991 Euro, Ende 2015 sind es 4 348 350 Euro. Die Steuersätze für die Grundsteuern A und B betragen jeweils 300 Prozent, für die Gewerbesteuer 320 Prozent.

Einwohnerzahl geht zurück

"In Vilseck sind die Finanzen in Ordnung, so dass die Verwaltung ein solides politisches Gesamtergebnis für den Haushalt 2015 vorlegen kann", fasste Bürgermeister Hans-Martin Schertl in seiner Haushaltsrede zusammen. "Es ist ein Haushalt ohne Kreditaufnahme, die Schulden werden zurückgezahlt und die Rücklage wird sogar erhöht. Fast vier Millionen Euro werden in zukunftsweisende Projekte investiert", vermeldete das Stadtoberhaupt. "Schwer getroffen" habe die Stadt der Zensus, die Einwohnerzahl sei von fast 6500 auf nun 5854 Einwohner gesunken. Dies könnte sich durchaus einmal negativ auf die finanzielle Lage, vor allem bei den Schlüsselzuweisungen auswirken, mutmaßte Schertl. "Aber noch können wir mit unserem Haushalt positive Signale setzen", gab er sich optimistisch.

Vor schwierigen Aufgaben

Die Pro-Kopf-Verschuldung von 742,80 werde sinken, prognostizierte er. Zwar lägen in den nächsten Jahren zum Teil schwierige Aufgaben vor der Stadt: die aktive Bewältigung des demografischen Wandels, die Problematik in der Altstadt, die energetische Sanierung und Unterhaltsmaßnahmen, die in die Jahre gekommenen städtischen Liegenschaften - doch sei das zu bewerkstelligen.

Auch die Fraktionsvorsitzenden Wilhelm Ertl (Einheitsblock - Freie Wähler), Markus Graf (CSU) und Manuel Plößner (Arbeitnehmer-Eigenheimer) signalisierten Zustimmung, so dass Haushaltssatzung, Haushaltsplan, Finanzplan und Spitalhaushalt ohne Gegenvotum durchgewunken wurden. Das Fazit aller: Vilseck kann beruhigt in die Zukunft schauen. Freilich gibt es in der Stadt auch diverse Probleme: Die Nachfolgenutzung der Schule Schlicht, der städtische Bauhof, die Ortseinfahrt von Schlicht und der Lückenschluss für den Radweg nach Schönling stünden an, mahnte CSU-Sprecher Markus Graf unter anderem an. Bildung und Erziehung, die Schulsozial- und Jugendarbeit sowie die Berücksichtigung der Belange der Senioren seien zentrale Themen.

Umfangreich war die Haushaltsrede von Stadtrat Wilhelm Ertl für die Fraktion Einheitsblock-FW. Die um 6,2 Prozent auf 2 283 208 Millionen Euro gestiegene Einkommenssteuer-Beteiligung sprach er ebenso an wie die Schlüsselzuweisung als wichtigste Einnahmequelle der Stadt. Zu bedenken gab er, dass die Steuerkraft mit 512 Euro deutlich (39 Prozent) unter dem Landesdurchschnitt liege. Fünf anstehende Projekte nannte er: das Naherholungsgebiet Vilsaue mit rund 100 000 Euro, die Generalsanierung des Schulgebäudes mit einer Millionen Euro, den Ausbau der Breitbandverkabelung (275 000 Euro), die Kehrmaschine für den Bauhof (110 000 Euro) und die Bauhof-Gebäudesanierung (50 000 Euro). Die Personalkosten bei der Stadt lägen mit 2 565 450 Millionen Euro "noch im grünen Bereich".

Leistungsfähigkeit gesichert

Manuel Plößner (Arbeitnehmer-Eigenheimer) meinte zusammenfassend, "dass die dauerhafte Leistungsfähigkeit unserer Stadt nach derzeitigem Stand gesichert ist". Positiv vermerkte er die Einnahmenmehrung. Hervorzuheben sei auch die Erhöhung der Rücklagen.

Einstimmig angenommen wurde auch der Haushalt 2015 für die Spitalstiftung Vilseck. Er beläuft sich auf 20 363 Euro im Verwaltungs- und 4828 Euro im Vermögenshaushalt.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.