Zum Kopfschütteln

Lokales
Vilseck
10.08.2015
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Die guten Vorsätze des FV Vilseck halten gerade einmal drei Minuten. Was der Landesliga-Absteiger danach zeigt, hat mit Fußball nur wenig zu tun.

Das Hin- und Hergeschiebe im Vilsecker Strafraum zu Beginn der Bezirksligapartie konnte der Katzdorfer Max Wagner nicht mehr länger mit ansehen, sprintete dazwischen, ließ FV-Schlussmann Stephan Pröls keine Abwehrmöglichkeit und brachte die Gäste bereits in der 3. Minute in Führung.

Der Auftritt der Vilsecker war über die kompletten 90 Minuten ein wahres Fehlpassfestival. Es fehlte nicht nur an den zündenden Ideen, sondern auch an der Spritzigkeit und vor allem dem Willen, die Begegnung positiv zu gestalten. Anders die Katzdorfer. Sie investierten wesentlich mehr, vor allem was die Laufarbeit anbelangte, und hatten in Max Wagner einen gefährlichen Angreifer, den die Vilsecker nie in den Griff bekamen.

Als dann Daniel Dietrich den SC-Stürmer im Strafraum umstieß, verwandelte Florian Baumann den Elfmeter unhaltbar (39.). Die einzige Vilsecker Möglichkeit in den ersten 45 Minuten hatte Herbrich, doch er hatte dann auch das Pech, dass sein Kopfball am Pfosten landete. Die Zuschauer schüttelten zur Halbzeit ausnahmslos den Kopf, hofften trotzdem auf die zweite Hälfte. Doch auch die wurde nicht anders, denn viel zu pomadig agierte das gesamte Vilsecker Team. Zwar hatten Michael Weizer und Stefan Liermann gute Möglichkeiten zur Resultatverbesserung, doch die Gäste waren stets mit Kontern gefährlich. So in der 65. Minute, als sich Wagner auf der linken Seite durchsetzte, überlegt zurück zu Bayerl spielte, der den Ball direkt nahm, aber nicht mit der grandiosen Reaktion von FV-Schlussmann Pröls rechnete, der den Ball unter sich begrub.

Einmal zeigten die Gäste noch ihre fußballerischen Qualitäten, als sie sich mit gekonntem Passspiel durch die Vilsecker Abwehrreihen mogelten und der eingewechselte Berger das 0:3 erzielte (79.). Erst jetzt wachten die Vilsecker auf und hatten noch drei gute Möglichkeiten durch Christoph Dietrich (Pfostentreffer), Weizer und Tobias Stubenvoll, die letztendlich aber versiebt wurden.
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