120 Fahrzeuge der US-Armee sollen im Südlager in Vilseck eintreffen
Empfang auf dem Marktplatz

Die Stryker-Radpanzer auf dem Weg nach Vilseck. Das Bild entstand am vergangenen Sonntag in Lettland. Bild: dpa
Politik
Vilseck
27.03.2015
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Vilseck steht nächste Woche im Rampenlicht Europas: Am Mittwoch sollen die 120 Fahrzeuge der US-Armee im Südlager eintreffen, die in der lettischen Hauptstadt Riga zum "Dragoon Ride" gestartet waren.

Wenn die Radpanzer vom Typ Stryker und ihre Begleitfahrzeuge gegen 10 Uhr in Sichtweite von Burg Dagestein kommen, haben sie eine rund 1800 Kilometer lange Reise quer durch Europa hinter sich. Sechs Länder in Ost- und Mitteleuropa hat der Konvoi dann durchquert. Noch ist es nicht so weit. Am Sonntag erst werden die Soldaten vom 3. Schwadron des 2. Kavallerie-Regiments die polnisch-tschechische Grenze überqueren. In Tschechien sind drei Übernachtungen und zwei Zwischenstopps geplant, bevor die Fahrzeug-Kolonne dann am Mittwoch, 1. April, den Grenzübergang Waidhaus erreicht und direkt Vilseck ansteuert.

Welcome-Home-Zeremonie geplant

"Am Nachmittag ist im Südlager eine Welcome-Home-Zeremonie geplant. Davor werden einige Stryker-Panzer im Konvoi auch über den Vilsecker Marktplatz fahren", erklärt Bürgermeister Hans-Martin Schertl. Er freut sich, die Soldaten nach ihrem Manöver im Baltikum wieder in der Heimat begrüßen zu dürfen. "Wir werden die Fahnen am Marktplatz hissen, wenn ,unsere Soldaten' wieder nach Hause kommen", sagt er. Der Konvoi wird sich zwischen 10 und 11 Uhr von Axtheid über den Marktplatz und die Bahnhofstraße zum Südlager bewegen. Die 3. Schwadron des 2. Kavallerie-Regiments nennen sich auch "Wolfpack". Kommandeure sind Lieutenant colonel Timothy Payment und Sergeant Major Michael Camacho. "Das sind zwei gute Bekannte", berichtet der Rathauschef. "Wir haben bei der Schlichter Kirwa eine Mass Bier zusammen getrunken." Die Fahrt von Riga nach Vilseck, die international für Aufsehen sorgt, unterstreicht laut Schertl ein weiteres Mal die Bedeutung des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr für die US-Armee und die gesamte Nato. "Der Truppenübungsplatz wird von amerikanischer Seite ja als das Kronjuwel der US-Army bezeichnet. Diese Aussage kommt nicht von ungefähr."

Arbeitsplätze für deutsche Beschäftige gesichert

Dass die US-Armee auf den Übungsplatz zählt, sehe man auch daran, dass Einheiten von anderen Standorten nach Grafenwöhr und Vilseck verlegt worden sind - etwa das Hauptquartier der Sanitätseinheiten Medac und Dentac. "Der Neubau der Zahn-Klinik und des allgemeinen Krankenhauses brachte Millioneninvestitionen mit sich. Diese Verlegung von Zivilisten und Soldaten sichert auch Arbeitsplätze für unsere deutschen Beschäftigten."
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