Breitbandversorgung in Vilseck
Ein Lichtblick

Politik
Vilseck
11.12.2015
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"Licht am Ende des Tunnels" sieht Bürgermeister

Hans-Martin Schertl bei der Breitbandversorgung

in Vilseck.

Nachdem mit der Telekom als einzigem Anbieter nun nachverhandelt wurde, sank die erwartete sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke von bislang kalkulierten 1,4 Millionen auf nunmehr knapp über eine Million Euro. Das liegt laut Christian Braun von der Breitbandberatung Bayern GmbH vor allem daran, dass eine Gesamtstrecke von gut 60 Kilometern im Untergrund schon verrohrt ist.

80 Prozent Förderung


Diese Leitungen können nach seiner Auskunft für die Glasfaserkabel genutzt, nur rund 20 Kilometer müssten mit Tiefbauarbeiten neu hergestellt werden (plus zehn Schaltgehäuse). Laut Braun bekommt Vilseck eine Förderung von 80 Prozent und muss somit das restliche Fünftel der Wirtschaftlichkeitslücke übernehmen. Vor diesem Hintergrund beschloss das Gremium in seiner jüngsten Sitzung die Vergabe. Allerdings dauert es nach Brauns Beobachtung derzeit rund drei Monate, bis der Zuschussantrag bewilligt ist; erst danach könne die Stadt den Vertrag mit der Telekom unterzeichnen.

Zwei Varianten


Letztere stelle dann innerhalb von einem Jahr die Versorgung her, wobei nicht an die Inbetriebnahme einzelner Bereiche nach und nach gedacht sei. Nach Brauns Erfahrung macht das die Telekom en bloc, wenn alle Arbeiten und Straßenzüge fertig sind. Im Klartext heißt das, dass das schnelle Internet in seinen zwei Ausbauvarianten erst im Frühling oder Sommer 2017 zur Verfügung steht.

Heinz Krob von der CSU wollte in dem Kontext schon noch mal seinen "Unmut loswerden" über die insgesamt lange Dauer und das gegenwärtige Schneckentempo im Netz. Er zum Beispiel müsse mit rund 350 Bits pro Sekunde auskommen, obwohl er laut Vertrag für 2000 bezahle. "Ein Bild versenden braucht zehn Minuten", kritisierte Krob, "da kann ich es auch mit dem Auto hinfahren". (Stadtrat)
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