Brückenheiliger am Vogelturm wird restauriert
Heiliger Nepomuk mit Kopfschmerzen

Der Heilige Nepomuk in Vilseck muss dringend restauriert werden. Der Kulturausschuss empfahl diese Maßnahme, der Stadtrat stimmte zu. Gestellt werden soll auch ein Förderantrag. Nach Eingang des entsprechenden Bescheides könne mit der Restaurierung begonnen werden, hieß es bei der Stadtratssitzung. Bild: e
Politik
Vilseck
04.10.2016
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Dem Heiligen Nepomuk in Vilseck geht's gar nicht gut, er hat Kopfschmerzen. Deshalb ist auch die Erneuerung des vorhandenen, vermutlich in den 90er Jahren gefertigten Kopfes erforderlich. Die Statue muss darüber hinaus restauriert werden. Der jetzige gesamte Zustand des Brückenheiligen am Vogelturm zeigt nach Angaben des Restaurierungs-Experten Christoph Sabatzki "kleinere Abplatzungen entlang der Draperie der aus Doggersandstein gefertigten Skulptur und eine leichte Gefügeschwächung im Sandsteinmaterial".

Schutz für Heiligenfigur


Der Kopf sei später aus Kunststein ergänzt worden und zeige im Abgleich mit älteren Aufnahmen wenig Übereinstimmung. Der Körper, an dem Spuren früherer Reparaturen erkennbar seien, habe eine Überholung dringend notwendig. Der Heilige Nepomuk soll zur Konservierung und Restaurierung in einer Werkstatt geborgen werden. Restaurator Christoph Sabatzki aus Memmelsdorf schlug dem Vilsecker Stadtrat vor, den Brückenheiligen in eine ganzjährige Schutzeinhausung zu stellen. Diese habe es schon in den 1950er Jahren gegeben, informierte er.

Einstimmiges Votum


Im Detail ist das Modellieren und Herstellen eine neuen Kopfes in Kunststein, eine Steinkonservierung, eine Neufassung der Nepomukfigur und des Figurensockels, die Anfertigung eines Schutzdaches geplant. Laut Bürgermeister Hans-Martin Schertl hat der Kulturausschuss bereits zugestimmt. Um Fördermittel beantragen zu können, war ein Beschluss des Stadtrates erforderlich. Alle stimmten dafür.

Vom Restaurator lag ein entsprechendes Angebot vor. Inklusive des früher schon vorhandenen Schutzdaches liegen die Kosten bei 17 300 Euro, die Mittel dafür sind bereits im Haushalt der Stadt eingestellt. Gehe nach der Antragsstellung ein Förderbescheid ein (gerechnet wird mit rund 4500 Euro) könne mit der Restaurierung begonnen werden, hieß es bei der Stadtratssitzung.
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