CSU-Ortsverband Schlicht klagt über Probleme, gute Initiativen durchzusetzen
Ideen stoßen auf taube Ohren

Kreisvorsitzender Harald Schwartz und Ortsvorsitzender Peter Lehner (hinten, von links) ehrten die langjährigen Mitglieder der CSU Schlicht Gerald Hüttner, Evelyn Klier und Reinhard Wolf (vorn, von links). Bild: ct
Politik
Vilseck
27.04.2016
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Gute Ideen kämen im Stadtrat oft nicht an, beklagte Vorsitzender Peter Lehner bei der Jahreshauptversammlung der CSU-Ortsverbands Schlicht. Die Schuld dafür gab er den Mehrheitsverhältnissen im Plenum.

Schlicht. Nach einem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder, den Stadtpfarrer Johannes Kiefmann, selbst CSU-Mitglied, in Schönlind zelebrierte, trafen sich zahlreiche Mitglieder im Gasthof Ströll.

In seinem Bericht sprach Lehner die zahlreiche Aktivitäten des Ortsverbands an, darunter die Teilnahme am Adventsmarkt in Schlicht. Konstruktiv arbeite man in den Parteigremien auf Landkreisebene und vor allem im Stadtrat in Vilseck mit. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse sei es aber schwer, kreative Ideen und gute Initiativen durchzusetzen.

So sei die CSU mit der Forderung, die ansässigen Unternehmer zu stärken und Voraussetzungen für die Neuansiedlung von Firmen zu schaffen, bei der Stadt und den Fraktionen der Freien Wähler und Arbeitnehmer-Eigenheimer auf taube Ohren gestoßen. Man sehe darin eine Politik "ohne Nachhaltigkeit und ohne Zukunftsperspektiven für Jugendliche, die ohne entsprechende Arbeitgeber vor Ort in größere Städte abwandern werden". So sei mit einem neuen Standort für den Bauhof bei gleichzeitiger Erschließung eines Industriegebiets die Chance vergeben worden, einen Meilenstein für die Zukunft zu setzen.

Kassier Stephan Braun sprach von einer zufriedenstellenden Finanzlage des Ortsverbandes. Vorsitzender Peter Lehner und Kassier Stephan Braun wurden einstimmig zu Delegierten zur Bundestagswahl bestimmt. Kreisvorsitzender Harald Schwartz nahm zusammen mit Peter Lehner zahlreiche Ehrungen vor: Für 45-jährige Treue zur CSU wurden Reinhard Wolf, für 40 Jahre Josef Härtl und Pfarrer Martin Schultes, für 25 Jahre Evelyn Klier und Norbert Klier, für 20 Jahre Dieter Kohl und für 15 Jahre Gerald Hüttner mit Urkunden geehrt.

Näher auf die Stadtratsarbeit ging Fraktionsvorsitzender Markus Graf ein. Die Sanierung der Schule sei innen abgeschlossen, für außen gelte das Ziel, dieses Jahr noch fertig zu werden. In den Vilsauen seien noch die letzten Maßnahmen, wie Bänke, Bewegungsparcours und Grill zu realisieren. Als unsinnig bezeichnete er den Ausbau des Feldwegs zwischen Gressenwöhr und Frauenbrunn. Eine hohe Förderung für den Ausbau des Weges rechtfertige nicht, fast 200 000 Euro für den Tausch der Wasserleitung, die erst rund 25 Jahre alt sei, aufzubringen.

Kreisvorsitzender Harald Schwartz berichtete, dass entgegen dem Trend im Landkreis Amberg-Sulzbach die Mitgliederzahlen der CSU stiegen und ohne Probleme alle Ämter in den Ortsverbänden besetzt werden könnten. Insgesamt bewege sich die CSU in Bayern in der Wählermeinung nach wie vor auf hohem Niveau. Mit ein paar Anekdoten aus der Stadtratsarbeit, wie Schaufensteranträgen zur Bahnhofstraße, der Diskussion um die Hundeanleinpflicht und dem x-ten Versuch, die Schlossgasse nun doch noch auszubauen, endete die Versammlung.
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