"Dragoon Ride": Soldaten des 2. US-Kavallerieregiments fahren quer durch Osteuropa nach Hause
Mit Panzern von Riga zurück nach Vilseck

Vor wenigen Tagen pflügte der "Stryker" noch durch den Übungsplatz Adazi in Lettland. Bild: dpa
Politik
Vilseck
17.03.2015
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Vor den Soldaten der 3. Schwadron des 2. US-Kavallerieregiments aus Vilseck (Kreis Amberg-Sulzbach) liegt eine lange Fahrt nach Hause. Sie sollen rund 1800 Kilometer von Estland, Litauen und Polen aus nach Hause fahren - aber nicht mit der Bahn, wie bisher üblich, sondern mit ihren Panzern. Das Oberkommando des US-Heeres in Europa nennt diese Fahrt durch Polen und die Tschechische Republik "Dragoon Ride" (Dragoner-Ritt).

Auf ihrem "Road March" (Straßenmarsch) sind die Vilsecker nicht allein. Hubschrauber der 12. Kampfhubschrauber-Brigade aus Ansbach werden die lange Fahrt begleiten. Die rund 550 Soldaten der 3. Schwadron waren seit Januar mit ihren 75 Radpanzern vom Typ "Stryker" zu Übungen im Baltikum und in Polen. Der Einsatz ist Teil der US-Operation "Atlantic Resolve" (Atlantische Entschlossenheit) mit der die USA den osteuropäischen Nato-Mitgliedern seit April 2014 den Rücken stärken. Diese sehen sich seit der Annexion der Krim durch Russland bedroht.

Die Vilsecker sind von 200 Soldaten der 1. Brigade der 3. US-Infanteriedivision aus Fort Stewart im US-Bundesstaat Georgia abgelöst worden. Die Männer und Frauen sollen zunächst bis Juni bleiben. Ihre Panzer und ihre Fahrzeuge sowie ihre Ausrüstung sind vor wenigen Tagen in der lettischen Hauptstadt Riga eingetroffen. Diese Brigade ist vorgesehen, in diesem Jahr die US-Heerestruppen in Europa zu verstärken.

Um den Konvoi zu verwirklichen, mussten die USA einiges an diplomatischem Fingerspitzengefühl entwickeln, obwohl alle betroffenen Länder Nato-Mitglieder sind. Die tschechische Regierung begrüßte die US-Aktion: Außenminister Lubomir Zaoralek sagte: "Es zeigt deutlich, dass in der Nato gilt: Einer für alle und alle für einen."
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