Jahreshauptversammlung der Vilsecker Wählergruppe „Einheitsblock – Freie Wählerschaft“
Schwerverkehr weg vom Marktplatz

Die neue Führungsmannschaft der Wählergruppe "Einheitsblock - Freie Wählerschaft" (von links): Wilhelm Ertl, Ehrenvorsitzender Hermann Geier, Georg Maulbeck, Anton Trettenbach, Jörg Trettenbach, Monika Krieger, Georg Burger, Vorsitzender Thorsten Grädler, Herta Grollmisch, Wilhelm Zinnbauer, Karl Ruppert, Georg Merkl, Franz Zeilmann, Benno Engelhardt und Manfred Högl. Bild: prp
Politik
Vilseck
08.11.2016
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Ein einstimmiges Votum gab es für Vorsitzenden Thorsten Grädler und das bisherige Führungsteam, das nahezu unverändert weiter die Geschicke der Wählergruppe "Einheitsblock - Freie Wählerschaft" bis 2019 lenken wird. In der dreistündigen, gut besuchten Versammlung gab es eine rege Diskussion über aktuelle Themen aus dem Stadtrat.

Der formelle Teil der Versammlung ging schnell über die Bühne. Schriftführer Georg Merkl erinnerte an Sitzungen, in denen sich die Wählergruppe mit dem Thema Asylbewerber/Flüchtlinge befasst hatte. Die Situation habe sich hier inzwischen entspannt, die Akzeptanz bei der Bevölkerung sei offenkundig gegeben. Kassier Karl Ruppert berichtete von geordneten Finanzen.

In seinem Rechenschaftsbericht gab Vorsitzender Grädler bekannt, dass sich die bisher als eigene Gruppierung agierenden Jungen Freien Wähler (JFW) bedingt durch das Erreichen der Altersgrenze der meisten Mitglieder aufgelöst hätten. Deren überwiegender Teil habe sich dem Einheitsblock-FW angeschlossen. Trotz dieser Neuaufnahmen von jüngeren Leuten liege der Altersdurchschnitt der Mitglieder bei 55 Jahren. Die Wählergruppe müsse alle Anstrengungen unternehmen, um diese Struktur zu verbessern.

Altstadt aufwerten


Grädler sah in der Um- und Neugestaltung der Vilsecker Innenstadt einen mittelfristigen Handlungsschwerpunkt. Die Altersstruktur der Innenstadtbewohner lasse befürchten, dass die Altstadt weiter ausblute und veröde. Durch bauliche und verkehrsberuhigende Maßnahmen gelte es, Anreize zu setzen, damit junge Familien sich dort niederlassen und die vorhandene Bausubstanz mit neuem Leben erfüllt wird. Das bestehende Förderprogramm für Umbaumaßnahmen und Sanierungen solle erweitert werden. Durch Rückbau von Verkehrsflächen und mehr Grün am Marktplatz und den anliegenden Gassen könne die Wohn- und Aufenthaltsqualität deutlich aufgewertet werden. Wünschenswert wären auch weitere gastronomische Angebote.

Für den Schwerverkehr, der bisher auf der Staatsstraße 2123 über den Marktplatz rollt, müsse eine geeignete Ausweichroute gefunden werden. Dies würde im Endergebnis zu einer Abstufung der Staatsstraße führen - "ein kühnes Unterfangen", wie Grädler eingestand. Der Vorsitzende stellte hierzu unter der Überschrift "Natur - Kultur - Wohnen" ein Konzept vor. Ein weiterer Wunsch Grädlers ist es, die Verkehrsbelastung in den Ortskernen von Schlicht und Vilseck sowie in der Dr.-Gräßmann-Straße zu verringern. Er stellte dazu eine Trassenführung vor.

Fraktionsvorsitzender Wilhelm Ertl beleuchtete die Stadtratsarbeit. Die Folgen des Bauhofbrands seien eine echte Herausforderung gewesen. Nach einem heftigen Schlagabtausch hätten sich die Wogen inzwischen wieder geglättet. Kopfzerbrechen bereiteten die geschätzten Baukosten von 4,9 Millionen Euro, die in den nächsten zwei Haushaltsjahren abzufinanzieren seien. Dank des möglichen Rückgriffs auf die Rücklagen der Stadt in Höhe von knapp zwei Millionen Euro und sprudelnder Einnahmen könne man zumindest 2017 ohne Kreditaufnahme auskommen.

"Echtes Schnäppchen"


Ertl berichtete, dass einige lange geforderte Bauprojekte mit der Mehrheit der beiden FW-Fraktionen im Stadtrat durchgesetzt worden seien. Der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Gressenwöhr - Frauenbrunn sei bei der CSU auf Ablehnung gestoßen. Inzwischen sei die Straße gebaut. Die Stadt habe lediglich einen Eigenanteil von 137 000 Euro an den Baukosten von 396 000 Euro zu schultern. "Ein echtes Schnäppchen", befand Ertl. Die Einrichtung eines öffentlichen Wlan könne 2017 angegangen werden. Das Arbeitsklima im Stadtrat ist nach seiner Einschätzung "zumeist kollegial und konstruktiv".

VorstandVorsitzender: Thorsten Grädler Stellvertreter: Manfred Högl und Franz Zeilmann

Schriftführer: Georg Merkl

Kassier: Karl Ruppert

Beiräte: Herta Grollmisch, Georg Maulbeck, Jörg Trettenbach, Benno Engelhardt, Wilhelm Ertl, Monika Krieger und Helmut Schwindl

Delegierte: Thorsten Grädler, Georg Burger und Georg Merkl

Medienbeauftragter: Peter Pretsch

Kassenprüfer: Wilhelm Zinnbauer, Anton Trettenbach (prp)
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