Kolpingsfamilie in Vilseck engagiert sich für Flüchtlinge
Asylbewerber lernen Deutsch

Mit Eifer sind die Asylbewerber aus Vilseck zweimal wöchentlich zum Deutschkurs im Pfarrheim vertreten. Dank Erich Gebhardt von der Kolpingsfamilie wird hier wertvolle Hilfe zur Integration geleistet. Hinten von links: Kursleiterin Christiane Müller, Kolping-Vorsitzender Erich Gebhardt, Gertrud Strauß von der Diakonie Sulzbach-Rosenberg und Dolmetscher Jakob Frank. Bild: rha
Politik
Vilseck
09.05.2015
24
0
"Ein dickes Lob für die Kolpingsfamilie und ihr mustergültiges Engagement", sagte Gertrud Strauß, Sozialberaterin für Asylsuchende im Landkreis. Sie hilft im Auftrag des Diakonischen Werks Sulzbach-Rosenberg bei allem, was die Flüchtlinge bewegt.

(rha) Auf Initiative der Kolpingsfamilie gibt es in Vilseck einen Deutschkurs für die im Stadtgebiet wohnenden Flüchtlinge. Dies war jedoch nur durch den Zuschuss eines Amberger Privatmannes und wegen weiterer Spenden möglich.

Dem uneigennützigen Einsatz von Erich Gebhardt ist es zu verdanken, dass mit Christiane Müller, Studentin für Internationales Technologie-Management, eine Lehrerin gefunden wurde. In den Semesterferien nimmt sich die Vilseckerin Zeit und unterrichtet für eine kleine Aufwandsentschädigung neun Personen.

Mit ihren hervorragenden Russisch-Kenntnissen kommt sie bei ihren Schützlingen aus Russland und Tschetschenien sowie teilweise auch aus Bosnien-Herzegowina und dem Kosovo bestens an. Jeden Dienstag und Donnerstag treffen sich die Teilnehmer von 9 bis 10.30 Uhr im Pfarrheim zum Kurs. Es geht unter anderem um Themen wie Familie, Einkaufen, Berufe, Zahlen, Uhrzeit und Tiere. Der Unterricht dauert noch bis Ende September.

Wie es danach weitergeht, steht noch in den Sternen, denn die Unterstützung für die im Juni eintreffenden weiteren Asylbewerber kann die Kolpingsfamilie alleine nicht schultern, hieß es. Für Vilseck sind 60 Personen angekündigt, für Schlicht 20.

Vorstandsmitglied Erich Gebhardt appelliert deshalb an die Bevölkerung der Großgemeinde und sagt: "Wir bitten vor allem auch die kirchlichen Organisationen und alle Vereine aus Vilseck und Schlicht um Hilfe und Unterstützung. Wir sind um jeden froh, der helfen will." Der Verein Vilseck gibt Hoffnung habe sich bereits an Weihnachten spendabel gezeigt. Auch wäre es wünschenswert, so Gebhardt, wenn für die ankommenden Familien Patenschaften übernommen würden, da Hilfe bei Behördengängen, Arztbesuchen und Alltagsfragen dringend nötig sei.

Dabei könnten auch Kontakte zwischen Asylbewerbern und Bevölkerung schneller geknüpft werden. Wer sich hier engagieren möchte, möge sich unter 09662/64 94 melden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.