Konzept für Burg Dagestein
Zweiter Fluchtweg steht an

Politik
Vilseck
04.10.2016
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Die ersten Überlegungen für einen zweiten Fluchtweg in der Burg Dagestein gehen bis ins Jahr 2007 zurück. Nun stellte Architekt Johann Ernst dem Gremium die Konzeption dafür umfassend vor.

Grabungen erforderlich


Bei der Aufstellung des Vilsecker Haushalts seien dafür bereits 75 000 Euro eingeplant worden. Grünes Licht gab es dafür aber noch nicht, vielmehr seien archäologische Untersuchungen erforderlich. Grabungen seien wohl wegen des Mauerbestandes nötig. Erst dann kann der Stadtrat abschließend über die Maßnahme entscheiden.

"Die AOVE hat das Elektroauto ausgeschrieben", führte der Bürgermeister aus und erklärte, dass jede Kommune den Auftrag vergeben müsse. Angebote lägen vor, für das Wasserwerk Vilseck soll ein Neuwagen Renault Kangoo Maxi ZE gekauft werden. Laut Angebot des Autohauses Am Forst in Weiden koste dieser 24 966,23 Euro, wobei eine Förderung von 50 Prozent zu erwarten sei. Die Batterie könne nur gemietet werden, sie kostet jährlich 1041 Euro. Eine entsprechende Ladesäule werde in der Kläranlage installiert.

Für den Bauhof ist eine Ersatzbeschaffung des VW Caddy, der einen Motorschaden hatte, erforderlich. Eine Reparatur würde rund 10 000 Euro kosten und wäre nicht wirtschaftlich. Gekauft werden soll wieder ein Caddy TDI. Den Kaufpreis gab Hans-Martin Schertl mit 15 600 Euro an. Die Ausstattung und das Regalsystem für den Laderaum könnte somit übernommen werden. Im Stadtrat gab es keinen Widerspruch. Der Tierschutzverein hat in einem Anschreiben an alle Kommunen, das auch die Stadt Vilseck erhalten hat, darauf hingewiesen, dass zum Jahresende Insolvenz drohe, falls die Stadt Amberg und der Landkreis nicht weitere Mittel zur Verfügung stellen würden. Die finanziellen Verhältnisse wurden dabei eingehend erläutert. Es sei dringend notwendig, künftig die Kostenanteile der Gemeinden von bisher 50 Cent pro Einwohner auf einen Euro zu erhöhen. Die Insolvenz könne durch Mittel der Stadt Amberg und des Landkreises abgewendet werden.

Ein Euro pro Einwohner


"Ich sehe für die nächsten Jahre die Notwendigkeit, dass jede Kommune zur Unterstützung der Arbeit des Tierschutzvereines einen Beitrag von einem Euro pro Einwohner zahlen sollte", sagte Hans-Martin Schertl. "Wir sind bereit, künftig als Umlage einen Euro pro Einwohner zu bezahlen", sagte er. Das sahen die Stadträte genauso, allerdings mit einer Maßgabe. Bedingung sei aber, "dass sich alle Gemeinden an dieser Regelung beteiligen werden".

Verluste nach Brand im BauhofDer Kommunale Prüfungsverband hat den Jahresabschluss für die sogenannten "Betriebe gewerbliche Art" erstellt, wie Bürgermeister Hans-Martin Schertl bei der Stadtratssitzung bekannt gab. Gemeint sind damit das Vilsecker Wasserwerk und die Photovoltaik-Anlagen am Bauhof und am Wasserwerk. Durch die Gebührenerhöhung beim Wasserverkauf seien im Jahr 2015 höhere Erlöse entstanden. Durch den Brand im Bauhof habe es bei dessen Photovoltaik-Anlage einen rechnerischen Verlust in Höhe von 150 000 Euro wegen einer "In-Abgang-Stellung" gegeben. "Ohne den Brand hätten wir einen Gewinn von circa 20 000 Euro erwirtschaftet", ließ Schertl wissen. Daher betrage, der Verlust beim Wasser und Strom nun 136 165 Euro, wobei die Versicherung das erste halbe Jahr noch einen Vertragsausfall der Photovoltaik-Anlage gezahlt habe. (e)
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