Stadtrat Vilseck genehmigt weitere Einrichtungen in den Vilsauen
Für Turmgarten, Feuerstelle und Grillplatz

Im Schatten des sogenannten Vilstores, jetzt genutzt als Turmhotel, soll der Turmgarten umgestaltet werden. Das Kunstwerk soll den Mittelpunkt des Platzes bilden.
Politik
Vilseck
23.04.2016
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Eigentlich sollte ein Naturkneippbecken in Verbindung mit der aus der Burg Dagestein kommenden Quelle errichtet werden. Der Stadtrat lehnte dieses Vorhaben nun vor allem aus Kostengründen ab. Stattdessen wird der Quellstein - ohne Pumpe - optisch aufgewertet, was das Areal Vilsaue ganz erheblich bereichern soll. Bilder: e (2)

Komplett besetzt war der Zuhörerraum bei der Stadtratssitzung, stand doch erneut das Naherholungsgebiet Vilsauen auf der Tagesordnung.

Vilseck. (e) Rückblende: Der Stadtrat hat sich grundsätzlich und schon länger dafür ausgesprochen, noch weitere bauliche Änderungen vorzunehmen und eine zusätzliche Ausstattung für die Vilsauen, das Vilsecker Vorzeigeprojekt schlechthin, zu beschaffen. "Einen Förderbescheid der Regierung haben wir bereits erhalten", stellte Bürgermeister Hans-Martin Schertl fest. Nun ging es darum, Details festzulegen und letzte Weichenstellungen vor der Ausschreibung vorzunehmen.

Turmgarten, Kneippbecken, Feuerstelle und Grillplatz waren die Kernpunkte diesmal. Da gab es durchaus konträre Meinungen und unterschiedliche Abstimmungsergebnisse. Der Turmgarten soll laut dem Vertreter des Ingenieurbüros Rubenbauer zu einem begrünten Aufenthalts- und Ruhebereich umgestaltet werden. Dazu kommen ein Rundweg aus Granitkleinstein, die Umpflanzung des Kunstwerkes in der Mitte und Bänke. Aber auch Bäume sollen gepflanzt werden.

Von einem "Bindeglied zwischen Altstadt und Vilsaue" war die Rede - bei Kosten von rund 22 700 Euro. "Dieser Bereich ist Eingangs- und Ausgangstor", sagte 2. Bürgermeister Thorsten Grädler als ein Befürworter. Wilhelm Ertl (Freie Wähler) stellte den Turmgarten nicht in Frage, während Peter Lehner (CSU) sagte: "Ich bin nicht dafür, so viel Geld auszugeben." Pro Turmgarten sprachen sich Maria Honig und Manuel Plößner (beide Arbeitnehmer-Eigenheimer) aus. "Mal schauen, wer den Weg überhaupt nutzt", ging Manfred Högl (Freie Wähler) eher abwartend an den Turmgarten heran. Dagegen sprach sich Markus Graf (CSU) aus. Man könne durchaus Geld einsparen, sagte er: "Die Vilsauen werden durch den Turmgarten nicht schlechter und nicht besser." "Es wäre fatal, den Turmgarten nicht umzusetzen", gab der Bürgermeister zu bedenken. Das sei wohl kein positives Signal für die Städtebauförderung. Dies fanden wohl auch die meisten Stadträte (16:5), die für den Turmgarten stimmten.

Der vorgesehene Bau eines Kneippbeckens wurde nach einer Begehung durch den Bauausschuss nicht für sinnvoll erachtet, da das Wasser aus der Burgquelle bei einer Nutzung im Kneippbecken wegen des fehlenden Gefälles nicht mehr in den Altmühlbach zurückgeleitet werden kann. Wie Schertl erklärte, würde das Projekt samt Geländer und Stufen zur Quelle rund 16 300 Euro kosten, sollte das Naturkneippbecken im Altmühlbach integriert werden. Letztlich gebe es nur die Möglichkeit einer Quelleinfassung mit Steinen, die optisch gut aussehe und nur rund 5000 Euro koste. Markus Graf brachte es auf den Punkt: "Das Kneippbecken haben wir mit dem Bauausschuss beerdigt, jetzt sollten wir es auch in der Grabkammer belassen" - das fand der Stadtrat auch.

Eine Feuerstelle und ein Grillplatz in den Vilsauen werden gefördert. "Ich halte beide Einrichtungen für notwendig", sagte das Stadtoberhaupt. Rund 4000 Euro soll die Feuerstelle mit Pflasterbelag, Steinen als Umrandung sowie Blockstufen kosten. Mit 14:7 Stimmen war der Stadtrat für eine solche Lösung. Viel Pro und Contra gab es hinsichtlich des geplanten Grillplatzes in der Nähe des Pavillons, der von allen genutzt werden könnte. Und zwar gegen Kaution sowie Schlüsselabholung und -rückgabe bei der Stadt. Entsprechend knapp fiel das Abstimmungsergebnis aus: 11:10 für den Grillplatz.
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