Stadtratssitzung in Vilseck
Modellprojekt am Ebersbach

Der Stadtrat hat's beschlossen, die Feuerwehr Vilseck bekommt fürs Gerätehaus eine neue Schlauchpflegeanlage. Kosten wird sie 68 994 Euro. Bild: e
Politik
Vilseck
23.07.2016
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Eine umfangreiche Tagesordnung hatte der Stadtrat in seiner letzten Sitzung vor den Ferien abzuarbeiten. Eingangs ging es um eine Kooperation der Stadt Vilseck mit dem Landesbund für Vogelschutz im Projekt "Lebendige Bäche in Bayern - kommunaler Hochwasserschutz und biologische Vielfalt".

Vilsck. (e) Hierzu referierten Michael Scharl und Maximilian Sehr vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) sowie Vertreter der Vilsallianz. Der Stadtrat hat sich dafür ausgesprochen, das genannte Projekt des LBV zu unterstützen und stellt sich als eine bayerische Modellkommune für das Projekt zur Verfügung. Die Stadt leistet damit, so hieß es, einen Beitrag zum kommunalen Hochwasserschutz und zur Umsetzung des Bayerischen Biodiversitätsprogrammes der Staatsregierung.

Projekt Ebersbach


In den Planungen spielt auch die Renaturierung des Ebersbaches eine Rolle. "Die Anlieger am Ebersbach sollen eingebunden werden", möchte Bürgermeister Hans-Martin Schertl, der von einer möglichen Förderung von 75 Prozent der Baukosten plus Grunderwerb sprach. Laut Schertl ist die Renaturierung der Vils-aue ein "absolut gelungenes Projekt, das weit über die Grenzen unserer Stadt Anerkennung findet". Nun könnte, stellt sich Schertl vor, am Ebersbach ein ähnliches Projekt umgesetzt werden, das unter der Bezeichnung "Lebendige Bäche - Kommunaler Hochwasserschutz" vorgestellt wird und dann in eine Planungsphase gehen könnte. Der Landesbund für Vogelschutz möchte in fünf bayerischen Modellkommunen dieses Projekt umsetzen, klärte der Bürgermeister auf.

Der LBV würde auch ein kostenloses Konzept erstellen. Dies sei der erste Schritt, um eine Verbesserung und Aufwertung der Gewässerstruktur am Ebersbach zu erreichen, ähnlich wie in den Vilsauen. Schertl nannte es eine weitere Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt.

Fünf Vergaben hatte der Stadtrat Vilseck abzusegnen. Davon profitieren wird auch die Feuerwehr Vilseck, für die das Gremium beschlossen hat, eine Schlauchpflegeanlage zu beschaffen. Dafür ist ein Betrag von 70 000 Euro im Haushalt eingestellt. Die Verwaltung hat die Ausschreibung vorgenommen, wirtschaftlichster Bieter ist die Firma Rudolf Prey aus Kiel zum Bruttopreis von 68 994 Euro. Die Neueindeckung des Daches am Spitalgebäude in der Froschau ist nunmehr beschlossene Sache. Der Haushaltsansatz im Spitalhaushalt ist mit 50 000 Euro beziffert. Die Firma Karl Kohl aus Kalchsreuth ist der wirtschaftlichste Bieter (Brutto-Preis 36 895,36 Euro).

Neuer Wartungsvertrag


Abgeschlossen wurde ein neuer Wartungsvertrag mit der Bayernwerk AG für die Straßenbeleuchtung. In der vorhergehenden Sitzung wurde das Plenum informiert, dass derzeit kein Vertrag mit dem Bayernwerk besteht. Das neue Abkommen beinhaltet auch eine Versicherung bei Beschädigung. Die Zaunanlagen am Wasserwerk und an den beiden Hochbehältern sind zu erneuern, dazu war vom Stadtrat ein Auftrag für eine neue wasserrechtliche Erlaubnis zur Einleitung von Oberflächen- und Mischwasser aus dem Kanalleitungsnetz in die Vils zu vergeben. Bisher waren dort alte Maschendrahtzäune vorhanden, diese werden nun ersetzt.

Der Stadtrat entschied sich für Stabgitterzäune, im Haushalt ist ein Ansatz mit 70 000 Euro eingestellt. Nach Ausschreibung war der wirtschaftlichste Bieter die Firma Draht Hörl aus Pommelsbrunn zu einem Bruttopreis von 62 244 Euro. Da aber der Zaunbau netto abgerechnet wird, kostet er nur 52 306 Euro.
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