Stadtratssitzung in Vilseck
Räte geben beim Bauhof Gas

Das abgebrannte Gebäude des Bauhofes Vilseck und die sogenannte Kalthalle müssen vollständig abgebrochen werden. Ein Neubau soll an dieser Stelle ab Frühsommer hochgezogen werden. Bild: e
Politik
Vilseck
01.10.2016
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Die Plan-Vorstellung für die Neuerrichtung des Bauhofes in Vilseck war das beherrschende Thema in der Stadtratssitzung. Über eine Stunde lang machte Architekt Wolfgang Schultes (Grafenwöhr) in Wort und Bild klar, wie der neue Bauhof in Vilseck aussehen soll.

"Stolze Summe"


Bürgermeister Hans-Martin Schertl nannte die monetäre Seite: "Wir müssen da eine stolze Summe in die Hand nehmen." Genau gesagt war bei der Stadtratssitzung von einer Kostenschätzung von 4,9 Millionen Euro die Rede. Die Bauarbeiten könnten, so die Idealvorstellung des Bürgermeisters und Architektenteams, circa im Mai 2017 beginnen. "Freilich", räumte Schertl ein, "der Zeitplan ist eng, aber zu schaffen." Es dürfe dann aber keine Zeit vergeudet werden, um die Pläne freizugeben, um den Bauantrag einzureichen.

Zur Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens kam es nicht, die Räte sahen in Sachen Bezahlung des Ganzen, die Kämmerer Harald Kergl noch darlegen soll, Redebedarf. Man kam überein, sich am kommenden Dienstag zu einer nichtöffentlichen Stadtratssitzung zu treffen. Das einzige Thema werden die Finanzierungsmodalitäten sein.

"Bis alle Fachplaner wie Statiker und Haustechniker beteiligt werden und ihre Feinplanung mit einbringen können werden noch einige Wochen beansprucht", erklärte der Bürgermeister. Danach könnte im Winter eine Ausschreibung erfolgen, dann wird die Auftragsvergabe durch den Staat vorgenommen und im Mai/Frühsommer mit den Bauarbeiten begonnen.

Straße wird gebaut


Als erstes Projekt soll nun die Straßenbaumaßnahme am Dienstag, 4. Oktober, starten. Rund sechs Wochen sollte sie voraussichtlich dauern. Anschließend, wenn eine eigene Zufahrt zum bisherigen Bauhofgelände besteht und die angrenzenden Anwohner nicht mehr durch das Gelände zu ihren Wohnhäusern fahren, muss der Abriss der beiden Hallen ausgeschrieben und erledigt werden. An Haushaltsmittel sind heuer für die neue Straße und Planungsleistungen 350 000 Euro eingestellt, der Neubau der Straße ist für 155 000 Euro vergeben. "Somit hätten wir für Ausgaben im Jahr 2016 fast noch 200 000 Euro zur Verfügung", bilanzierte Bürgermeister Schertl.

Einstimmig vergab der Stadtrat die Planungsleistungen zur statischen Berechnung der Bauteile im neuen Bauhof. Das Ingenieurbüro Steinert und Trösch hat, nach Vorschlag der Verwaltung, den Auftrag erhalten.
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