Streit um Wohnblöcke in Vilseck
Familie muss nicht ausziehen

Um diese Wohnblocks in der Vilsecker Mozartstraße - insgesamt sind es drei - geht es. Die Wohnungen waren in der Vergangenheit großteils mit Angehörigen der US-Streitkräfte belegt. Eigentümer der Gebäude ist eine Immobilienfirma in Bad Windsheim, die eines der Häuser bereits als Flüchtlingsunterkunft vermietet hat. Bild: Kosarew
Politik
Vilseck
29.12.2015
264
0

Der Streit um die Nutzung dreier Wohnblöcke in Vilseck schwelt nun schon seit einigen Monaten. Nachdem sich Bürgermeister und Bezirksregierung einen Schlagabtausch geliefert haben, meldet sich nun der Vermieter zu Wort.

Es gebe einiges richtigzustellen, teilt Willi Kerschbaum von der Immobilienfirma GKG GmbH & Co. KG, der die Wohnblöcke in der Mozartstraße gehören, mit. Er hat an die Redaktion geschrieben, um dem Eindruck entgegenzutreten, das Unternehmen habe versucht, die Bewohner sittenwidrig aus ihren Mietverhältnissen zu drängen.

Die Kündigung für diese drei Wohnungen wurde über das US-Wohnungsamt durch die Mieter selbst ausgesprochen.Willi Kerschbaum

Selbst gekündigt


Tatsache sei, dass er Ende August die damaligen vier Mieter des Gebäudes Mozartstraße 3 aufgesucht habe, um ihnen einen Umzug ins Nachbarhaus anzubieten. Drei Mieter - allesamt Angehörige der US-Streitkräfte - hätten dabei angegeben, dass sie ohnehin bis Ende des Jahres in die Vereinigten Staaten zurückkehren. Kerschbaum: "Die Kündigung für diese drei Wohnungen wurde über das US-Wohnungsamt durch die Mieter selbst ausgesprochen." Eine solche Kündigung legte Kerschbaum dem Schreiben an die Redaktion bei. Der verbliebenen Familie van Orden sei für den Umzug in die Mozartstraße 1 die Übernahme der Umzugskosten sowie der Erlass einer Monatsmiete angeboten worden. "Wenn diese jedoch in der Mozartstraße 3 verbleiben möchte, so ist das auch in Ordnung und wird selbstverständlich akzeptiert", schreibt der Chef der Immobilienfirma aus Bad Windsheim.

Bürgermeister Hans-Martin Schertl hatte der GKG vorgeworfen, die Entmietung des Wohnblocks betrieben zu haben, um das Gebäude mit größerer Rendite als Unterkunft für Flüchtlinge an die Regierung vermieten zu können (wir berichteten). Die Regierung der Oberpfalz, so behauptete Schertl, habe von diesem angeblichen Vorgehen gewusst.
Weitere Beiträge zu den Themen: Flüchtlinge (1359)US-Armee (123)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.