Aus der Jahrteshauptversammlung des FV Vilseck
Abstieg kein Beinbruch

Sport
Vilseck
02.04.2016
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Auch wenn er nach einem Jahr die Segel in der Fußball-Landesliga Mitte wieder streichen musste, sieht Bürgermeister Hans-Martin Schertl den FV Vilseck als Aushängeschild der Stadt. Und auch finanziell ist der Verein gesund.

FV-Vorsitzender Robert Liermann begrüßte zur Jahreshauptversammlung 59 der 623 Mitglieder im Sportheim. Der fast komplett neu aufgestellte Vorstand sei seit gut einem Jahr im Amt. Es sei jedoch kein großer Umbruch nötig gewesen. An einigen Stellschrauben sei gedreht worden. Der Abstieg der ersten Mannschaft sei "kein Beinbruch", sagte Liermann.

Projekte angestoßen


Finanziell stehe der Verein gesund da und könne investieren. Einige Projekte seien angestoßen, etwa die Bewässerungsanlage am A-Platz. Der B-Platz wurde planiert und angesät, die Gaststätte renoviert, ein Online-Fanshop eingerichtet, ein Altkleidercontainer aufgestellt und eine Klubkasse eingeführt. Kassier Manfred Högl erläuterte detailliert die Finanzsituation des Vereins. Trotz großer Investitionen 2015 belaufe sich das Jahresdefizit nur auf rund 2700 Euro. Högl bedankte sich bei allen "Verrückten", die den Verein bei Partys und Festen unterstützen.

Er stellte aber auch klar, dass es stets dieselben Helfer seien und der Verein neue Leute für unterschiedlichste Arbeiten brauche, wenn man schon Mitglieder aus allen Berufszweigen habe.

Ein Umbruch


Spielleiter Rainer Liermann erklärte, dass nach dem Abstieg der ersten Mannschaft ein Umbruch stattgefunden habe. Mit dem neuen Trainer und veränderter Mannschaft sei die Hinrunde jedoch gut gelaufen. In die Rückrunde sei man allerdings schlecht gestartet. Die Trainingsbeteiligung und Einstellung mancher Spieler müsse sich verbessern.

Seiner Aussage zufolge müssen sich alle Akteure an die eigene Nase fassen und wesentlich mehr als bisher geben. Trainer Thomas Daschner habe für die kommende Saison seinen Verbleib zugesichert. Zur zweiten Mannschaft führte er aus, dass in diesem Team gute Kameradschaft herrsche und sich der sportliche Erfolg einstellen werde. Robert Liermann begrüßte den neuen Vorsitzenden der JFG Obere Vils, Wolfgang Ringer, und stellte ihn als Lösung im Sinne des FV Vilseck vor - in der Hoffnung, dass diese aufgeht. Ringer legte sein Konzept für die JFG vor.

Arthur McLarrin sprach für die Kegelsparte. Der aktuelle Mitgliederstand liege bei 77. Es gebe keine Nachwuchsmannschaft mehr, da Jugendliche nicht für diesen Sport zu begeistern seien. Die Damen wurden Meister in der Bezirksliga, die erste Herrenmannschaft Achter. Doch durch Neustrukturierungen der Ligen drohe der Abstieg. Das würde auch die Zweite betreffen, da keine zwei Mannschaften eines Vereines in einer Klasse spielen dürfen.

Zuschuss in Aussicht


Laut Bürgermeister Schertl ist der FV nach dem TuS zweitstärkster Verein, gemessen an den Mitgliederzahlen. Deren Anstieg empfand er positiv, da die meisten Vereine Rückgänge beklagten. Für die getätigten Investitionen in den sportlichen Betrieb stellte er einen Zuschuss in Aussicht, sobald Anträge dafür eingegangen sind.

Reizthema SchulsportplatzEine rege Diskussion in der Jahreshauptversammlung des FV Vilseck entstand mit Bürgermeister Hans-Martin Schertl über die Nutzung des Schulsportplatzes. Wegen einer Handvoll Anwohner, die sich hier gestört fühlen, dürften die Sportvereine der Großgemeinde das Gelände nicht in Anspruch nehmen. Dabei geschehe dies ohnehin nur im Notfall, bei andauernder schlechter Witterung als Ausweichmöglichkeit. Schließlich sei der Sportplatz von der öffentlichen Hand finanziert worden und sollte deshalb auch Sportvereinen zugänglich gemacht werden. Der Bürgermeister brachte verschiedene Argumente vor und berichtete, dass es unterschiedliche Beschwerden der Anwohner gebe und die Situation im Moment schwierig sei. Dieser Punkt werde aber in der nächsten Stadtratssitzung behandelt.

FV-Vorsitzender Robert Liermann räumte hierzu ein, dass der FV Vilseck der einzige Verein sei, der sein Gelände nicht absperre oder einzäune. Noch nie habe sich ein Anwohner beschwert, obwohl es teilweise von früh morgens bis abends Betrieb auf den FV-Plätzen gebe - und das nicht nur von Mitgliedern und Spielern. Er habe kein Verständnis für das Verhalten dieser Anwohner hinsichtlich dieses Themas.

Ein Mitglied stellte noch einen Antrag an das Stadtoberhaupt bezüglich der Befestigung des Fußgängerweges zwischen der Burg und der Vilsbrücke zum FV-Gelände hin.

Am Ende fügte Vorsitzender Liermann an, dass die 2015 verstorbene Hammerspechten Fanny (Hausname) dem Verein 500 Euro Spende hinterlassen habe. Auch der Montagsstammtisch übergab 1000 Euro für die FV-Jugend, wofür sich der Vorsitzende bedankte. (mc)
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