Fußball Landesliga Mitte
Absteigskrimi in Sorghof

SVS-Trainer Thorsten Baierlein am Grübeln: Seit neun Spielen warten er und seine Truppe auf den nächsten Sieg. Am Wochenende kommt mit dem SV Etzenricht ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf. Guter Zeitpunkt also, um endlich wieder dreifach zu punkten. Bild: Ziegler
Sport
Vilseck
15.10.2016
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Brisante Partie in der Landesliga Mitte: Der SVS empfängt den SV Etzenricht zum Kellerduell. Angesichts der prekären Tabellensituation hilft beiden Teams eigentlich nur ein Sieg.

Sorghof. Im Nachbarschaftsderby der Landesliga Mitte zwischen dem SV Sorghof und SV Etzenricht am Samstag (16 Uhr) geht es um viel für die beiden abstiegsbedrohten Teams. Im Grunde hilft jedem der Kontrahenten nur ein Dreier weiter, um sich etwas Luft zu verschaffen im dicht gedrängten Tabellenkeller der Liga.

Nachbarschaftsderby


Die Partie darf in zweierlei Hinsicht als Nachbarschaftsderby bezeichnet werden. Zum einem von der Entfernung beider Orte her, aber auch von der Tabelle her: Etzenricht steht auf Relegationsplatz 15, punktgleich einen Rang dahinter liegt Sorghof. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt bereits vier Zähler. Das "kleine Derby" wurde auf Wunsch der Gäste vorverlegt. Beim Aufsteiger konnte man vor Saisonbeginn mit dieser Situation rechnen. Für den SV Etzenricht hingegen ist diese prekäre Lage nach der letzten erfolgreichen Saison doch etwas überraschend.

Die bisherigen Leistungen des SV Etzenricht sind aufgrund der zahlreichen Verletzten stark schwankend. Dennoch hat Baierlein gehörigen Respekt vor dem letztjährigen Rangsiebten: "Dass enormes Potenzial in der Mannschaft von Trainer Michael Rösch steckt, zeigt der Heimsieg gegen den Tabellenführer Gebenbach." Die Gäste verfügen über einige erfahrene Akteure, wie beispielsweise Mittelfeldmotor Marco Lorenz oder Kapitän Stephan Herrmann. Im Angriff stellt Johannes Pötzl die größte Gefahr dar.

Beim SVS hat man die Last-Minute-Niederlage gegen Bad Abbach abgehakt. "Kämpferisch war die Leistung in Bad Abbach wieder in Ordnung, aber spielerisch müssen wir uns einfach weiter entwickeln und verbessern, wenn wir in dieser starken Liga bestehen wollen. Gerade im Passspiel nach vorne unterlaufen uns zu viele leichte Fehler", sagt Baierlein.

Die Hausherren blicken mit Zuversicht und verhaltenem Optimismus auf das anstehende Duell gegen Etzenricht. Baierlein hierzu: "Wir stellen uns auf ein intensives Kampfspiel ein und wollen den langersehnten Dreier in diesem wichtigen Spiel einfahren". Dies wäre auch ganz im Sinne der treuen SV-Anhänger, die nun seit neun Spieltagen auf den nächsten Sieg ihrer Elf hoffen.

"Mini-Kader"


Personell gibt es keine Veränderungen bei den Gastgebern. Von den verletzten Spielern kommt momentan noch kein Akteur für ein Comeback in Frage. Somit steht Baierlein wieder nur der "Mini-Kader" der letzten Wochen zur Verfügung. Dennoch darf man davon ausgehen, dass jeder Spieler alles dafür tun wird, um die Punkte in Sorghof zu behalten. So ein Erfolgserlebnis wäre gleichsam Balsam auf die Wunden in Anbetracht des dann anstehenden Kreisderbys in Gebenbach zum Abschluss der Vorrunde.
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