Meisterfeier des SV Sorghof
Siegeswillen die große Stärke

Die verabschiedeteten und geehrten Spieler des SV Sorghof (vorne, von links): Max Ritter, Stephan Kraus, Harald Zilbauer, Max Bruckner, Udo Hagerer, Michael Deinzer. Dahinter: Spielleiter Christian Merkl, Vorsitzender Andreas Plößner und 3. Vorsitzender Oliver Berger. Bild: er
Sport
Vilseck
02.06.2016
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Viele Schultern tragen den Erfolg des SV Sorghof, der jetzt das Double feiern konnte: Meister der Bezirksliga Nord und damit Aufstieg in die Landesliga; ferner erneuter Gewinner des Kreis-Totopokals.

Sorghof. Bei der Meisterschaftsfeier ehrte der Verein seine Spieler. "Ein Traum wurde wahr, wir haben den Aufstieg in die Landesliga perfekt gemacht", schwebte Vorsitzender Andreas Plößner noch auf Wolke sieben. Freilich wusste er auch, was auf seinen Verein zukommt: "dünnere Luft nach diesem waghalsigen Sprung in die neue Spielklasse".

Plößner erinnerte an die Meisterschaft 2007. Damals stieg die Elf ungeschlagen in die Bezirksoberliga auf. Jeder dachte, damit sei das Ende der Fahnenstange erreicht. Doch der Verein habe sich weiterentwickelt, sich nicht auf den Lorbeeren ausgeruht, resümierte Plößner, der den Juni 2014 ins Gedächtnis rief: "Thorsten Baierlein haben wir zur rechten Zeit als neuen Trainer verpflichtet und ihm auch in einer schwierigen Phase unser Vertrauen geschenkt."

Dazu gelang es der sportlichen Leitung mit Spielleiter Christian Merkl und 3. Vorsitzendem Oliver Berger, ehrgeizige Fußballer für den SV zu gewinnen. Thomas Götzl und Andreas Weihermüller als routinierte Spieler, dazu Carsten Steiner, Harald Zilbauer, Philipp Leinhäupl und Stephan Siegert von unterklassigen Nachbarvereinen. "Baierlein verstand es, aus dieser Truppe eine verschworene Einheit zu bilden, bei der stets der Teamgeist im Vordergrund stand", lobte Plößner.

Bürgermeister Hans-Martin Schertl erzählte, bereits dreimal habe er beim SV Sorghof Aufstiegsfeiern miterleben können. "Der Erfolg hat viele Väter", sagte Schertl, der einen exklusiven Spielball an Spielführer Udo Hagerer übergab.

Sympathie und Wertschätzung versprühten die Glückwunschreden der Nachbarvereine. Für den Patenverein FV Vilseck gratulierte Vorsitzender Robert Liermann. Er übergab den FV-Wimpel mit neuem Logo und einen Spielball. Vorsitzender Stefan Weiß vom 1. FC Schlicht überreichte eine Holztafel mit Inschrift. Von der JFG Obere Vils gab es aus den Händen von Sprecher Peter Lehner einen weiteren Spielball. Für den BFV gratulierte Spielleiter Thomas Graml ebenso mit einem runden Leder. Brauereichef Anton Bruckmüller und Pressesprecher Wilhelm Ertl rundeten den Reigen der Redner ab.

Trainer Thorsten Baierlein hob den Zusammenhalt und den Siegeswillen seiner Spieler hervor. Diese Stärken hätten in der Endphase der Saison den Ausschlag gegeben. Sehr wichtig sei ihm auch die enge Verknüpfung mit der 2. Mannschaft und seinem Co-Trainer Joachim Graf. Den Sonderpreis als Trainingsfleißigster erhielt Thomas Götzl. Bei 83 von 86 Einheiten war er an Bord. Es folgten Max Bruckner (82), Andreas Meyer und Udo Hagerer (je 80).

Oliver Berger und Georg Specht nahmen die Ehrung und Verabschiedung verdienter Spieler vor. Herausragend war die Trefferquote von Udo Hagerer. 36 Mal traf der "Torschütze vom Dienst". Ein Novum schaffte Max Ritter: als Multitalent spielte er 11-mal im Tor (davon 9 Einsätze in der Ersten) und 14-mal als Stürmer im Reserveteam. Dort traf er 12-mal und wurde damit Torschützenkönig.

Mit Dank und Wehmut wurden verdiente Spieler verabschiedet: Michael Deinzer (731 Spiele); Benjamin Kraus (637) und sein Bruder Stephan Kraus (553) hängen die Fußballschuhe ebenso an den Nagel wie Harald Zilbauer (113 Einsätze). Aus beruflichen Gründen muss Max Bruckner (146 Spiele) den Verein verlassen.
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