SV Sorghof holt Remis in Osterhofen
Hinten steht wieder die Null

Sport
Vilseck
22.08.2016
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Osterhofen. Es gab zwei große Überraschungen am Samstag in Osterhofen für die 180 Zuschauer, die die Landesliga-Partie zwischen der SpVgg und dem Aufsteiger aus Sorghof sehen wollten. Zuallererst war das der ganz starke Auftritt der Heimelf, die mutig und selbstbewusst nach vorne spielte, obwohl sie die vergangenen fünf Spiele allesamt verloren hatte.

Ex wieder zurück


Zum anderen war das ein Mann in grauem Shirt, der sich bei Osterhofener Heimspielen wieder an der Linie engagieren wird, soweit möglich: Der vor sechs Wochen kürzer getretene Ex-Coach Martin Oslislo. Der kehrte zwar an die Seitenlinie zurück, doch ein Sieg sprang für die SpVgg nicht heraus - 0:0 endete die Partie.

"Verdienter Punkt"


Sorghofs 3. Vorsitzender Oliver Berger sprach von einem "verdienten Punkt" der "Indianer", der in Anbetracht der enormen Personalnöte umso höher zu bewerten ist. Die auf mehreren Positionen umformierte Elf von Thorsten Baierlein rückte dabei noch enger zusammen. Beachtlich dabei, dass Aufsteiger Sorghof bereits fünfmal zu Null gespielt hat und nach acht Spielen mit 8:8 Toren und 13 Punkten nach wie vor sehr gut dasteht.

Damiano mit Glück


Das Pech klebt Osterhofens Angreifern bisher weiter an den Füßen: Sebastian Killinger traf beispielsweise in der vierten Minute den Innenpfosten, doch der Ball rollte hinter dem Sorghofer Keeper Davide Damiano auf der Linie dahin und wieder ins Feld zurück, anstatt ins Tor. "Wenn es dich nicht mag, dann mag es dich halt nicht", meinte Spielertrainer Andreas Kölbl einen Tag später in Bezug auf das derzeit fehlende Glück seiner Elf, "aber wir haben endlich wieder einmal alles getan, was wir konnten - und das ist für uns sehr wichtig. Das einzige, was fehlte, war eben ein Tor."

Zweimal Pfosten


Daher sei das Team nach dem Schlusspfiff auch nur im ersten Moment etwas enttäuscht gewesen. Auch, weil das Team und Kölbl die deutliche Steigerung im Gegensatz zu den vergangenen Wochen erkannten. "Wir haben wirklich ein gutes Spiel gemacht und 100 Prozent gegeben. Wir hatten in der Kabine darüber gesprochen, dass wenn es nicht reichen sollte, das eben so sei. Wichtig war, alles dafür zu tun, dass es zu einem Sieg reichen würde - und das haben wir getan", stellte der Trainer klar. Osterhofen sollte noch ein zweites Mal den Pfosten treffen, in der 83. Minute nach einem Schuss von Stefan Lohberger. Johannes Wittenzellner hatte ebenfalls noch eine glänzende Gelegenheit, den Gästen einen einzuschenken, verlor allerdings das Eins-gegen-Eins mit Keeper Damiano.

Hagerer trifft, aber ...


Sorghof, das personell arg dezimiert antreten musste, versuchte sein Glück derweil über Konter. Mehr als ein wegen Abseits aberkannter Treffer durch Udo Hagerer in der 79. Minute sprang bei den Bemühungen der Gäste allerdings nicht heraus.

Durch das Remis konnte Osterhofen dem Abwärtstrend ein vorläufiges Ende setzen und darf sich über Rückkehrer freuen. Zum einen wird Oslislo das Team bei Heimspielen unterstützen, "aber auch nur, um mir dann in der Halbzeit zu sagen, wie das von draußen ausgesehen hat", erklärt Kölbl, der am Freitag, 26. August, bei Fortuna Regensburg (18.15 Uhr) wieder auf den zweiten Kapitän Markus Huber zurückgreifen darf, dessen Rot-Sperre abgelaufen ist.
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