SV Sorghof steigt in die Landesliga auf
Indianer schreiben Geschichte

Die Meistermannschaft des SV Sorghof mit (am Tisch sitzend von links) Vorsitzendem Andreas Plößner, Trainer Thorsten Baierlein, Bürgermeister Hans-Martin Schertl, 3. Bürgermeister Heinrich Ruppert und 2. Bürgermeister Thorsten Grädler. Bild: zip
Sport
Vilseck
01.06.2016
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Einen Balkon vor dem Rathaus ließ Bürgermeister Hans-Martin Schertl dieses Mal nicht errichten, um den SV Sorghof zu ehren. Den Aufstieg des Vereins in die Landesliga würdigte er aber natürlich mit einem Empfang im Rathaus.

Der Musikverein Vilseck begrüßte die Fußballer mit einem Ständchen. "Der SV Sorghof hat Fußballgeschichte geschrieben, denn unsere Indianer aus Sorghof haben die Meisterschaft in der Bezirksliga Nord errungen", rief der Bürgermeister den Spielern, Trainer Thorsten Baierlein, dem Vorsitzenden Andreas Plößner, den Betreuern und Funktionären sowie den Fans des Vereins zu. "Sorghof steht Kopf und feiert seine Fußballer", meinte Schertl. Vor der offiziellen Meisterfeier am Abend wollte deshalb auch er die Mannschaft hochleben lassen.

Der Bürgermeister blickte zurück auf die Saison. Mit einem umkämpften 2:1-Sieg gegen den Lokalrivalen FV Vilseck habe man im letzten Spiel den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte errungen. Mit 21 Siegen, 6 Unentschieden und 3 Niederlagen wurde der SV Sorghof mit 69 Punkten Meister. Zum Torverhältnis von 71:28 trug Goalgetter Udo Hagerer 36 Treffer bei. Schertl nannte ihn die "Lebensversicherung des Vereins".

Der 1969 gegründete SV Sorghof spielt künftig in der Landesliga. Schertl blickte zurück: 2004 gab es den Aufstieg in die Bezirksliga, 2007 den in die Bezirksoberliga. Leider sei aber die Bezirksoberliga einer Änderung zum Opfer gefallen, so dass man in der Bezirksliga weiterspielen musste. "Und heuer steigen die Fußballer aus dem kleinen Indianerdorf Sorghof in die Landesliga auf."

Der Bürgermeister analysierte: "Ihr habt heuer nur dreimal verloren, das war der Grundstock für euren Erfolg. Teil einer Mannschaft zu sein, bedeutet auch, die eigenen Interessen hinter die der Mannschaft zu stellen, Disziplin zu wahren, Fair play zu üben und sich den Belangen des Teams unterzuordnen. Ihr Spieler des SV Sorghof habt diese sportliche Einstellung gezeigt. Ihr könnt stolz sein auf eure sportlichen Erfolge."

Nach dem FV Vilseck vor zwei Jahren spiele nun wieder eine Mannschaft aus der Stadt in der Landesliga. Schertl sagte, er sei sich sicher, dass der SV Sorghof den Klassenerhalt schaffen werde. Der bisherige Erfolg sei ein Verdienst von Trainer Thorsten Baierlein, der die Mannschaft neu geformt habe. Ihm sei es hervorragend gelungen, junge Spieler in die Mannschaft zu integrieren und Spielfreude zu erzeugen. Der Vorstand sei super, allen voran der neue Vorsitzende Andy Plößner, der sich unermüdlich für seinen SV Sorghof engagiere. Die Zuschauer stünden hinter dem Verein.

Schertl überreichte Kapitän Udo Hagerer einen Scheck über 250 Euro für die Mannschaftskasse. Der Bürgermeister wünschte viel Erfolg in der Landesliga mit dem Wahlspruch des SV Sorghof: "eine Liebe, zwei Farben, drei Buchstaben: SVS".

Vorsitzender Andreas Plößner vergaß in seinen Dankesworten nicht die Personen rund um das Spiel - die Betreuer, den Platzwart, die Vereinswirtin und die treuen Zuschauer. Trainer Thorsten Baierlein lobte den Zusammenhalt und die Ausdauer beim Training.
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