Baumfrevler bringt Wohnhaus in Gefahr
Feuerwehr muss instabile Esche fällen

Die von einem Unbekannten angesägte Esche (ein Bruchstück davon im Vordergrund) war so instabil, dass die Vilsecker Feuerwehr sie fällen musste. Doch das erwies sich als schwierige Aufgabe. Bild: Feuerwehr Vilseck
Vermischtes
Vilseck
25.01.2016
472
0

Grober Unfug? Gemeingefährlicher Blödsinn? Eine kriminelle Eigentumsverletzung? Das kann die Polizei noch nicht mit Sicherheit sagen. Fest steht dagegen, dass wieder einmal die Feuerwehr gravierendere Folgen verhindern musste.

Ausgangspunkt des merkwürdigen Geschehens war, dass ein Unbekannter in einem fremden Garten einen Baum fällen wollte. Am späten Samstagnachmittag wurde er laut Mitteilung der Auerbacher Polizei dabei beobachtet, wie er sich in einem unbewohnten Anwesen in der Grabenstraße mit einer Motorsäge an einer Esche mit 80 Zentimeter Durchmesser und einer Länge von knapp 20 Metern zu schaffen machte. Als der Unbekannte merkte, dass er aufgefallen war, flüchtete er sofort zu Fuß in Richtung der Sporthalle "Am Schnellweiher". Nach Zeugenangaben stieg er dort in einen Pkw und fuhr davon.

Der Täter war ein zwischen 1,70 1,80 Meter großer Mann mit schlanker Figur, dunkler Oberbekleidung und einer Baskenmütze. Die PI Auerbach (09643/92 04-0) bittet um Hinweise, wenn jemand am Samstag zwischen 17.15 und 17.30 Uhr Beobachtungen gemacht hat, die in dem Fall weiterhelfen könnten.

Zwar war nun der verhinderte Holzfäller fort, doch zurück blieb das Problem mit dem Baum. Der war schon so weit angesägt, dass die Polizeibeamten befürchteten, er könne bei einem Windstoß umfallen und auf ein benachbartes Einfamilienhaus stürzen. Deshalb verständigten sie gegen 18 Uhr die Feuerwehr Vilseck. Die sicherte zunächst mit Hilfe eines Traktors und der Seilwinde des Einsatzfahrzeugs den Baum, dann fällte ihn ein an der Motorsäge erfahrener Feuerwehrmann. Der musste allerdings feststellen, dass die Esche durch die Schnitte des Unbekannten schon sehr instabil war.

Dem Baum konnte man deshalb nur eine grobe Fällrichtung geben. Er fiel somit zwar in einen ungefährlichen Bereich, blieb aber in einem anderen Baum hängen. Es dauerte nun, den Stamm endgültig zu Boden zu bringen, so dass der Einsatz für die Wehr erst nach etwa eineinhalb Stunden zu Ende war.

"Verletzt wurde bei der Aktion glücklicherweise niemand", lautet das erleichterte Fazit der Auerbacher Polizei zu der Aktion, deren Auslöser mysteriös bleibt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.