CSU in Vilseck plant Maßnahmen gegen Häuserleerstand - Ortskern-Verschönerung im Fokus
Dem Verfall trotzen

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Vilseck
23.02.2016
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Bereits bei den vergangenen Kommunalwahlen dominierten die Themen "Angehen gegen den Wohnungsleerstand" und "Maßnahmen gegen die Verödung der Ortskerne" das Programm der CSU der Stadt Vilseck. Auch Pläne gegen den Verfall von Bausubstanz und Ruinen in der Stadt und in den Orten der Großgemeinde lagen der Stadtratsfraktion am Herzen.

Bei einer Winterklausur widmete sich die CSU-Stadtratsfraktion nun erneut diesem aktuellen Thema. Fraktionsvorsitzender Markus Graf brachte es auf den Punkt: "Was helfen Vilseck eine prächtig sanierte Burg und schöne Vilsauen, wenn der Weg dorthin von eher abschreckenden Häusern und teilweise gar Ruinen gesäumt wird?" Innerhalb des Gremiums herrschte Einigkeit darüber, dass die Stadt diesbezüglich "deutlich mehr Anstrengungen unternehmen" und weitere Maßnahmen in die Wege geleitet werden müssten, um dem geplanten Ziel Stück für Stück näher zu kommen.

Häuser wiederbeleben


Die Mitglieder der CSU-Stadtratsfraktion beschlossen, einen Antrag in den Stadtrat einbringen mit dem Ziel, alte und vom Verfall bedrohte Häuser wiederzubeleben und Gebäudefassaden zu verschönern. Die CSU-Anhänger erstellten für ihr Anliegen bereits ein Papier für ein Förderprogramm mit dem Titel "Jung kauft Alt - Junge Menschen beleben alte Häuser".

Demnach fördert die Stadt Vilseck durch Zuschüsse in festgelegter Höhe den Erwerb von Altbauten, um jungen Paaren und Familien mit Kindern die "Schaffung von Wohneigentum in gewachsener Umgebung" zu erleichtern. Anschließend solle die Stadt versuchen, durch ein Förderprogramm für Geschäftsräume und Fassadensanierung Investoren nach Vilseck zu holen. Gefördert werden sollen die Nutzung vorhandener Bausubstanz, private Fassaden- und Umfeldgestaltungen und Maßnahmen für attraktive Verkaufsflächen.

Ziel der CSU-Fraktion sei es, beide Programme per Stadtratsbeschluss mit Gültigkeit ab dem 1. Juli auf den Weg zu bringen. Stadtrat Peter Lehner betonte, dass er sich von dem Programm einiges erhoffe. Anhand einiger Beispiele aus anderen Gemeinden, in denen ähnliche "kommunale Hilfspakete" durchgesetzt wurden, sei zu erkennen, wie erfolgreich "tote Häuser wieder zum Leben erweckt" wurden.
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