Die Heilige Nacht als Oberpfälzer Musical
25. Sorghofer Waldweihnacht im neuen Ambiente

Die lebendige Krippe, wie hier im Jahre 2010, ist eine der Besonderheiten der Sorghofer Waldweihnacht. Archivbild: er
Vermischtes
Vilseck
16.12.2015
38
0

Sorghof. Zum 25. Male findet am Samstag, 19. Dezember, die inzwischen überregional bekannte Sorghofer Waldweihnacht statt. Am liebsten würden die Organisatoren mit der Jubiläumsveranstaltung das angepeilte Ziel von 50 000 Euro Spenden aus allen Jahren überschreiten und hoffen natürlich wieder auf zahlreichen Besuch und Spendenfreudigkeit der Gäste.

Hütten zerstört


Nachdem bei einem Waldbrand im Sommer auch die Holzhütten der Sorghofer Waldweihnacht zerstört wurden, stand die bange Frage im Raum, ob die Veranstaltung überhaupt stattfinden kann. Chorleiter Gerhard Kraus und seine Mithelfer packten in den letzten Wochen an und stellten das Szenario der Veranstaltung mit insgesamt 550 freiwilligen Arbeitsstunden wieder her. Manuel Plößner organisierte den Ablauf perfekt und trug mit seinem Engagement wesentlich dazu bei, dass der Wiederaufbau rechtzeitig abgeschlossen werden konnte. Neben dieser stolzen Eigenleistung haben viele Geld- und Sachspenden den Wiederaufbau ermöglicht. Die Darstellung der Weihnachtsgeschichte als "Oberpfälzer Musical" haben sich die Organisatoren mit ihrem Regisseur, Texter und Komponisten Gerhard Kraus auf die Fahnen geschrieben. Bereits ab 16.30 Uhr wird die Bläsergruppe Englhart aus Grafenwöhr am Feuer einstimmen. Mit dem Stern-Einzug beginnt ab 17 Uhr die 25. Sorghofer Waldweihnacht. Benno Meier wird die Besucher willkommen heißen. Die hellen Stimmen der Kindertagesstätte Sorghof lassen den "Stern von Bethlehem" einziehen.

Danach intoniert der Kirchenchor Sorghof mit seinen beiden amerikanischen Sopranistinnen Eleanor Nemeth Patton und Ailed Denisse mit einem halbstündigen Programm Weihnachtslieder. Ebenso mit dabei ist Alt-Solistin Ramona Fink, die seit Beginn der Waldweihnacht immer mit dabei war.

Darstellung durch Laien


Der eigentliche Kernpunkt der Waldweihnacht, nämlich die Aufführung der Frohbotschaft und die Herbergssuche durch die Laienschauspieler des Sorghofer Kirchenchores, wird ein besonderer Höhepunkt werden. Eine tragende Rolle bekleidet dabei Norbert Riha, der das Geschehen jährlich neu aus der Sicht eines Zeitgenossen aus der Epoche um Jesu Geburt darstellt.

Riha textet seinen Part selbst und baut dabei zeitkritische Anmerkungen mit ein. Auch heuer darf man gespannt sein, in welche Rolle der Protagonist schlüpft, um den Zuhörern damit das Gefühl für die Stände und Personen dieser Zeit zu vermitteln. Nur so viel soll verraten werden, es geht um die "Augen der Kinder". Zeitgemäß komponierte und getextete Lieder runden diesen zentralen Teil ab. Dabei wird das Publikum - vor allem die Kinder - mit in das Geschehen um die "lebende Krippe" einbezogen.

Den Abschluss des Hirtenspiels bildet das Verlesen der Historie durch den Chronisten und das gemeinsame "Stille Nacht", dessen Zauber von Wunderkerzen untermalt wird. Außerhalb der Naturbühne wird ein großes Lagerfeuer entzündet. Klassiker wie Bratwurst und Glühwein bieten Sport- und Kirwaverein, Feuerwehr, Trachtenverein, KAB sowie Soldaten- und Kriegerverein Sorghof an. Der Erlös kommt sozialen Zwecken in der Region zugute.
Weitere Beiträge zu den Themen: Weihnachten (441)Waldbrand (9)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.