Einsatzübung der Feuerwehren aus dem Bereich Vilseck
Mit Seilzug Verletzten befreit

Mitglieder der Abteilung Absturzsicherung der Vilsecker Feuerwehr wurden durch eine schmale Luke abgeseilt und bargen den in ein Getreidesilo gestürzten Landwirt. Zum schonenden Transport wurde er mittels einer Schleifkorbtrage in die Höhe gezogen. Bild: lia
Vermischtes
Vilseck
13.10.2016
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"Brand mit vermissten Personen in Kfz-Werkstatt und abgestürzte Person in Getreidesilo" - diesen Wortlaut hatte die Alarmmeldung, mit der die Wehren aus Ebersbach, Gressenwöhr, Schlicht, Schönlind, Sigl, Sorghof und Vilseck zu einer Übung nach Oberweißenbach gerufen wurden.

Oberweißenbach. (lia) Der als erstes am angenommen Feuer eintreffende Gruppenführer der Feuerwehr Sigl, der somit Einsatzleiter war, lokalisierte den Brand im oberen Teil einer ehemaligen Scheune. Laut Zeugen galten zwei Personen in der Autowerkstatt, die sich im unteren Teil des Gebäudes befindet, als vermisst. Des Weiteren wurde der Einsatzleiter darüber informiert, dass im benachbarten Bauernhof der Landwirt in ein leeres Getreidesilo gestürzt und vermutlich schwerverletzt sei.

Zur Brandbekämpfung und um ein Übergreifen auf angrenzende Gebäude zu verhindern, nahmen die Feuerwehren von Sigl und Schönlind von zwei Seiten Löschangriffe vor. Für nachrückende Einsatzfahrzeuge wurde ein Bereitstellungsraum eingerichtet. Um ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben, bauten die Wehren aus Ebersbach und Gressenwöhr eine weitere Löschwasserleitung auf. Unverzüglich nach ihrem Eintreffen begannen die Atemschutzgeräteträger der Wehren Schlicht, Sorghof und Vilseck mit dem Innenangriff und der Personensuche in der Werkstatt. Eine durch die Feuerwehr Vilseck eingerichtete Atemschutzsammelstelle erleichterte die genaue Übersicht der zur Verfügung stehenden Geräteträger.

Ein Mensch konnte aus der Autowerkstatt gerettet werden. Während der Suche nach dem zweiten Vermissten zog sich jedoch ein Geräteträger eine Verletzung am Bein zu. Er musste vom Sicherungstrupp aus dem Gebäude herausgeholt werden. Wie vermutet, fand sich der zweite Abgängige im Ölkeller der Werkstatt, von wo ihn die Einsatzkräfte in Sicherheit brachten.

Die Spezialisten der Abteilung Absturzsicherung der Vilsecker Wehr bargen, abgeseilt durch eine schmale Luke, den ins Getreidesilo gestürzten Landwirt. Zum schonenden Transport wurde er mittels einer Schleifkorbtrage in die Höhe gezogen.

Dank des gezielte Vorgehens gelang es den Wehrmännern, alle Personen zu retten, ein Ausbreiten des Brandes zu verhindern und den Landwirt aus dem Silo zu befreien, lautete das Resümee in der abschließenden Übungsbesprechung. Kreisbrandinspektor Karl Luber, Kreisbrandmeister Christof Strobl und 3. Bürgermeister Heinrich Ruppert dankten den beteiligten Feuerwehren für ihre ständige Übungs- und Einsatzbereitschaft. Dieser freiwillige Dienst zum Schutz der Bevölkerung könne nicht genug hervorgehoben werden.
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