Ersatz für marodes Flurdenkmal bei Reisach erhält den Segen
Seit grauer Vorzeit steht hier ein Kreuz

Stadtpfarrer Johannes Kiefmann spendete bei einem Bittgang dem erneuerten Dorfkreuz in Reisach den Segen. Bild: ct
Vermischtes
Vilseck
17.05.2016
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Reisach. Nach seiner Erneuerung erhielt das Dorfkreuz, das am Ortsrand von Reisach und am früheren Kirchweg der Bewohner nach Schlicht steht, den Segen. Diesen Akt vollzog Stadtpfarrer Johannes Kiefmann bei einem Bittgang.

Den Erzählungen älterer Reisacher nach befindet sich das Kreuz schon seit sehr langer Zeit an diesem Ort, wohl als Ersatz für eine im 17. oder 18. Jahrhundert zerstörte Kapelle an diesem Fleck. Früher wurden an dem Kreuz auch Totenbretter aufgestellt und wurde hier beim Transport Verstorbener aus Reisach und Obersteinbach nach Schlicht ein Halt zum Gebet eingelegt.

Lange Zeit kümmerte sich die Familie Graf aus Reisach um dieses Flurdenkmal, seit gut 30 Jahren tat dies Marianne Rösch. Sie war es auch, die bei der Stadt Vilseck nachfragte und um eine Erneuerung des Kreuzes aus Haushaltsmitteln bat. Der Stadtrat kam der Bitte nach und so wurden, nachdem das alte nicht mehr zu sanieren war, ein neues Kreuz aus wetterbeständigem Lärchenholz und ein Christus-Corpus in Auftrag gegeben.

Wie Stadtrat Karl Trummer bei der Weihe ausführte, war es der Stadt zusammen mit den Arbeitsstunden des Bauhofs beim Aufstellen des Kreuzes rund 1500 Euro wert, dass Einheimische und Wanderer an diesem Kreuz auch in Zukunft Ruhe und Besinnung finden können. Pfarrer Kiefmann regte an, das Kreuz auch regelmäßig bei kirchlichen Veranstaltungen wie Maiandachten oder als eine Station bei Bittgängen einzubinden.
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