Feuerwehr Vilseck
87 Mal wird es ernst

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Vilseck
08.03.2016
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87 Mal wurde es für die Feuerwehr Vilseck im vergangenen Jahr im wahrsten Sinne des Wortes brenzlig. Dabei waren 16 Brände zu bekämpfen und 65 Mal technische Hilfe zu leisten.

Als spektakulärste Einsätze erwähnte Kommandant Lothar Hasenstab das Zugunglück bei Freihungsand mit zwei Toten sowie den Großbrand am Bauhof in Vilseck. Auch der Brand der Waldweihnachtshütten in Sorghof und das Feuer in einem Gartenhaus am Altmühlweg waren nach seinen Worten nicht unerheblich und forderten den vollen Einsatz.

Dank für Unterstützung


Seit einem Jahr im Amt ist Vorsitzende Christina Klaus. Dankbar war sie für die große Unterstützung, die ihr von allen Seiten zuteil geworden sei. Sie blickte zurück auf den Florianstag, die Blaulichtmeile beim Herbstmarkt, die Kirwa und den Preisschafkopf. Durch die Einnahmen bei diesen Veranstaltungen habe man die aktive Wehr finanziell gut unterstützen können, berichtete sie. So seien eine Wärmebildkamera und ein Abstützsystem angeschafft worden. Als nächstes werde die Neugestaltung des Jugendraumes im Gerätehaus in Angriff genommen, denn die Jugendarbeit der Feuerwehren in der Großgemeinde solle auf neue Füße gestellt werden.

Gemeinsame Jugendarbeit


Hierzu berichtete Kommandant Hasenstab, dass die Vorgespräche mit den sieben örtlichen Wehren positiv verlaufen seien und man sich auf eine gemeindeweite Jugendfeuerwehr-Arbeit geeinigt hätte. "Die zahlreichen Unterrichts- und Trainingseinheiten waren gut besucht", freute sich der Kommandant.

Patrick Wolf absolvierte den Gerätewart-Lehrgang erfolgreich. Nach Besuch der Gruppenführerlehrgänge wurden Wolfgang Rösch und Christian Rösch zu Löschmeistern befördert. Neue Atemschutzträger sind Christian Kurz und Bastian Ledwa. Valentin Lindl darf sich nun Feuerwehrmann nennen. Saskia Pröls ist die erste Feuerwehrfrau in Vilseck - "es dürfen gerne noch weitere folgen", meinte Lothar Hasenstab.

Der Kassenbericht von Markus Schertl zeigte, dass die Wehr finanziell auf solidem Fundament steht. Nachdem Andreas Männer sein Schriftführeramt niedergelegt hatte, wurde Tobias Tuchbreiter zu seinem Nachfolger gewählt und Johannes Winter zu dessen Stellvertreter.

2. Bürgermeister Thorsten Grädler stellte das gute Verhältnis zwischen Wehr und Stadt heraus. Die Zusammenarbeit habe sich vor allem beim Bauhofbrand bewährt. Die Investitionen in die Wehren der Großgemeinde hätten sich längst bezahlt gemacht, sagte er und sicherte auch weiterhin Unterstützung zu. Die geplante Schlauchwaschanlage sei bereits im Etat der Stadt verankert, stellte Grädler fest.

"Offene Hände"


Kreisbrandmeister Christof Strobl zeigte sich erfreut darüber, dass die Kommune immer "ein offenes Ohr und offene Hände" für die Wehr habe. So habe die Stadt die Kosten für die Ausrüstung der Fahrzeuge mit Digitalfunk übernommen und auch Überjacken für Atemschutzträger angeschafft. Seinem besonderen Dank an die beiden Kommandanten Hasenstab und Ziegler schloss sich auch Kreisbrandrat Fredi Weiß an.

"Eine gute Sache ist es, dass der Pfarreiengemeinschaft nun auch eine gemeinsame Jugendarbeit in Sachen Feuerwehr folgt", lobte Pfarrer Johannes Kiefmann. "Dass man sich auf die Floriansjünger stets verlassen kann, ist nichts Neues", fügte er an und dankte für die Verkehrsregelung bei den kirchlichen Festen und Prozessionen.

FeuerwehrleuteFür 40-jährige Mitgliedschaft bei der Vilsecker Feuerwehr wurden Christian Götz , Michael Koller und Ewald Vater geehrt. Die Auszeichnung für 60-jährige Treue erhielt ein Urgestein der Vilsecker Wehr, nämlich Georg Trettenbach , der von 1962 bis 1981 Kommandant war.

Mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden überraschte der Verein Josef Amann . In seiner Laudatio erwähnte 2. Vorsitzender Karl Ruppert , dass Amann 25 Jahre im Verein an vorderster Front gestanden habe, was man ihm nicht hoch genug anrechnen könne. Gerührt fragte sich der frischgebackene Ehrenvorsitzende, ob er denn diese Auszeichnung wirklich verdient hätte. Reichlicher Applaus gab die Antwort.
Dass man sich auf die Floriansjünger stets verlassen kann, ist nichts Neues.Pfarrer Johannes Kiefmann
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