Fußwallfahrt der Expositur Sorghof zum Gnadenort Gößweinstein
Pilger trotzen Hagel und Wind

106 Sorghofer Wallfahrer pilgerten zum Gnadenort Gößweinstein. Bilder: er (2)
Vermischtes
Vilseck
19.05.2016
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Mit Ehrungen endete die Sorghofer Pfingstwallfahrt (sitzend, von links): Lorenz Bauer und Pilgerbetreuerin Erna Bauer; stehend (von links): Pilgerleiter Manuel Plößner, Tanja Federer, Bildträger Andreas Ulrich, Patricia Wywiol und Vorbeter Otto Sertl.

Mit Hagelkörnern und Windböen bei der Rückkunft endete die Fußwallfahrt der Expositur Sorghof zum Gnadenort Gößweinstein. Diese Wetterkapriole tat jedoch der guten Stimmung bei den 106 Teilnehmern keinen Abbruch, denn für die Gläubigen war diese besondere Form der Glaubensbezeugung wieder ein nachhaltiges Erlebnis.

Sorghof. Früh aufstehen hieß es am Pfingstsamstag, denn schon um 3.45 Uhr ging es per Bus nach Michelfeld, von wo aus sich die 95 Pilger, unter ihnen Stadtpfarrer Johannes Kiefmann, auf die gut 25 Kilometer lange Wegstrecke machten. Unter der Führung von Pilgerleiter Manuel Plößner zogen sie singend und betend durch die fränkischen Wälder und Fluren.

Um kleinere Blessuren kümmerte sich zum letzten Mal Pilgerbetreuerin Erna Bauer. Bei der letzten Rast in einem schattigen Garten in der Ortschaft Weidenloh versorgte ein Helferteam aus Sorghof die Wallfahrer mit Getränken und einer Brotzeit. Zur Mittagsstunde zog die Gruppe unter feierlichem Glockengeläut in die Basilika ein. Am Nachmittag nutzten viele Wallfahrer die Beichtgelegenheiten. Gemeinsam beteten die Gläubigen den Kreuzweg und ehrten die Heiligste Dreifaltigkeit mit der Anbetung der Altäre.

Hattinger Kirchtagsmesse


Höhepunkt war das Wallfahrtsamt. Nach dem feierlichen Einzug mit den Sorghofer Altministranten zelebrierte Weihbischof Reinhard Pappenberger den Festgottesdienst. Mitzelebranten waren der Vilsecker Stadtpfarrer Johannes Kiefmann, Pfarrvikar Hrudaya Kumar Madanu und der Kaltenbrunner Pfarrvikar Yesu Jeyapal Savariyappan. Der Kirchenchor Sorghof unter Leitung von Gerhard Kraus sang erstmals die Hattinger Kirchtagsmesse von Peter Kostner, begleitet von einem siebenköpfigen Instrumentalensemble. Herausragend die Solistin Eleonor Nemeth Patton (Mezzosopran) beim "Atto Primo" aus Händels Oper Xerxes sowie die Solostimmen von Elisabeth Meidenbauer (Sopran) und Gerhard Kraus (Tenor). Der Beifall der Gläubigen war den Sängern, Musikern und dem Organisten Gerhard Baierl gewiss.

Gestärkt mit den Segnungen der Kirche traten die Wallfahrer am Pfingstsonntag den Heimweg an. Für die Sicherheit auf den Straßen sorgte ein Trupp der Sorghofer Feuerwehr. Am Ortseingang empfingen Angehörige der Pfarrgemeinde mit Norbert Riha an der Spitze die Heimkehrer. Mit dem Wallfahrerlied "Sei gelobt und hochgepriesen" geleitete eine Abordnung des Musikvereins Vilseck die Gruppe zur Herz-Jesu-Kirche.

Feierlich verabschiedet wurde Erna Bauer. Seit 40 Jahren kümmerte sie sich zusammen mit ihrem Mann Lorenz um das Wohlergehen der Wallfahrer. Pilgerleiter Manuel Plößner dankte der bei den Gläubigen hochgeschätzten "Mutter der Wallfahrer" mit einer Urkunde, als Geschenk dazu gab es eine von ihm gefertigte Sitzbank.

Zum 50. Mal dabei


Herausragend war die Verleihung der Bischof-Johann-Michael-von-Sailer-Medaille durch Weihbischof Pappenberger an Otto Sertl für dessen 50-malige Teilnahme. Er sei der erste Sorghofer Pilger, der diese hohe Auszeichnung erhalten habe, hob Pfarrgemeinderatssprecher Norbert Riha mit Stolz hervor. Bereits in Gößweinstein hatten Patricia Wywiol und Tanja Federer zur 25. Wallfahrt eine Ehrung erhalten.
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