Gebürtige Schlichterin Elfriede Weiß referiert über Nicaragua
Auf alte Heimat ist Verlass

Gern nahm Elfriede Weiß (rechts) aus den Händen von Christa Münster (links) und Maria Hefner (Dritte von links) vom Führungsausschuss des Frauenbunds die Spende für in Nicaragua gefertigte Baby-Lätzchen entgegen. Die wird Stadtpfarrer Johannes Kiefmann (Zweiter von links) künftig an die Täuflinge als Willkommensgeschenk der Pfarrei überreichen. Bild: ct
Vermischtes
Vilseck
11.08.2016
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Seit 27 Jahren ist die gebürtige Schlichterin in Nicaragua. In diesem armen Land hat Elfriede Weiß mit jeder Menge Eigeninitiative und Hilfe aus der alten Heimat viel voran gebracht. Über die Situation in dem Staat und ihr soziales Engagement berichtete sie in einem Vortrag.

Schlicht. Auf sehr großes Interesse in der Pfarrei Schlicht, aber auch in benachbarten Pfarreien stieß der Vortrag von Weiß. Sie ist zusammen mit ihrem Mann und den zwei Kindern für einige Wochen auf Heimaturlaub und nutzt die Gelegenheit, Freunde zu treffen und auch bei verschiedenen Gelegenheiten über ihre Arbeit und das Leben in Mittelamerika zu berichten.

Viel beachtetes Projekt


Auf Einladung des Frauenbunds Schlicht referierte Weiß, illustriert mit vielen Bildern, über das Leben in San Miguelito, einer Gemeinde mit rund 20 000 Einwohnern in der Grenzregion zu Costa Rica. Besonders ging sie auf ein viel beachtetes Projekt ein, das man vor 25 Jahren als Vorschule gestartet, inzwischen aber zu einer Schule ausgebaut hat, die bis zum Abitur (11. Klasse) führt und sich als deutlich effizienter erweist als das staatliche System. Mit Stolz erfülle sie, dass Spenden auch vom Schlichter Frauenbund und dessen Mitgliedern einigen Kindern aus armen Verhältnissen den Schulbesuch ermöglichen.

Werkstatt aufgebaut


Über ein Entwicklungshilfeprojekt der Landjugend kam Elfriede Weiß vor rund 30 Jahren erstmals nach San Miguelito. Noch heute ist sie sehr bemüht, vor allem den Frauen zu helfen, durch handwerkliches Geschick die ärmlichen Verhältnisse in ihren Familien zu verbessern. So baute sie persönlich eine Schneiderwerkstatt auf, in der sie zahlreichen jungen Frauen das Handarbeiten beibrachte. Inzwischen ist das "Tallercito tipico" (typische Werkstatt) selbstständig, besitzt ein eigenes Gebäude und bietet vielen Frauen Arbeit und einen erheblichen Zuverdienst für ihren Lebensunterhalt. Sie stellen Patchwork-Decken, Tanzgewänder, Blusen, Taschen und andere Dinge her, die in der ganzen Region und inzwischen auch nach Europa verkauft werden. Zum Teil gehen die Frauen auch in andere Dörfer und bieten dort selbst Schneiderkurse an.

Weitere Projekte, die sie mit Spenden aus Deutschland initiiert hat, sind das Frauenhaus Fumsami und der Geldtopf für in Not geratene Menschen. Erstaunt äußerten sich viele Besucher über die sichtbaren Fortschritte in dem mittelamerikanischen Dorf. Denn vor zehn Jahren, als Elfriede Weiß schon einmal darüber berichtet hatte, befand sich vieles noch im Aufbau, und die Bilder vermittelten damals keinen solch positiven Eindruck.

Die Referentin hatte auch Näh- und Häkelarbeiten aus Nicaragua und aus der eigenen Werkstatt dabei, die die Besucher gern kauften; Blusen, Kissen und Baby-Krabbeldecken waren sofort vergriffen. Für den Frauenbund Schlicht hatte sie mit dessen Logo versehene Baby-Lätzchen dabei, die künftig Täuflinge als Willkommensgeschenk der Pfarrgemeinde erhalten sollen.

Der Führungsausschuss des Frauenbunds Schlicht bot gegen Spenden Getränke und Knabbereien an. So konnte Sprecherin Maria Hefner der Referentin neben 200 Euro für die Lätzchen auch einen stattlichen Betrag überreichen, den Irmgard Kohl vom Seniorentreff der Pfarrgemeinde noch um 100 Euro aufstockte.

Elfriede Weiß dankte ihrerseits für das große Interesse an ihrer Arbeit und sagte zu, das Geld für die Entwicklungsprojekte in San Miguelito zu verwenden. Wer die Arbeit von Weiß mit einer Spende unterstützen möchte, kann das tun über die Unterstützerinitiative Nueva Nicaragua (Iban: DE86 7506 9014 0000 1311 48).
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