Gläubige aus Vilseck pilgern zur Wolfschützenkapelle im Truppenübungsplatz
Betend durch das Sperrgebiet

In einer kleinen Prozession zogen die Gläubigen zur Kapelle. Bild: mor
Vermischtes
Vilseck
28.05.2016
73
0

Vilseck/Grafenwöhr. Aus Dankbarkeit für die Errettung eines Jägers vor dem sicheren Tod wurde die Wolfschützenkapelle errichtet. Zu dem Kirchlein, das sich im Sperrgebiet des Truppenübungsplatzes befindet, pilgerten Gläubige aus Vilseck und Umgebung.

Es ist die einzige Wallfahrt in Bayern, die in einem Sperrgebiet verläuft. Über die Panzerstraße zogen die Pilger - angeführt von den Vilsecker Ministranten - durch die Wälder zur Kapelle nahe dem Erzhäusl. Als letztes noch intaktes Kirchlein auf dem gesamten Übungsgelände ist die Wolfsschützenkapelle ein Kleinod. Eine Allee aus 100 Linden, die zum 100. Jubiläum des Bundesforstes gepflanzt worden waren, säumte das letzte Stück des Weges.

Mit Liedern, Gebeten und Texten gedachte Pfarrvikar Hrudaya Kumar Madanu dem Patrozinium des kleinen Gotteshauses mit seiner über 300-jährigen Geschichte. Das Gnadenbild im Innenraum der Kirche erinnert mit der schaurigen Szene an die Wolfsschützen-Sage. Demnach wurde ein bei der Jagd vermisster Jäger nach Anrufung der Heiligen Dreifaltigkeit gefunden und vor dem Tod errettet. Der Bundesforst sicherte 1967 die schlichte Kapelle vor dem Verfall und pflegt diese seither.

Das Personal des Bundesforstbetriebes Grafenwöhr (Revier Tanzfleck) hatte das Gotteshaus für den Festtag geschmückt. Die Forstleute bewirteten die Pilger auch mit Bratwürsten und Getränken. Franz Zeilmann und Andreas Kreuzer von der US-Garnison Bavaria begleiteten die Gruppe und sorgten für den Zutritt ins Sperrgebiet.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.