In Vilseck wird Gemeindejugendfeuerwehr gegründet
Nachwuchsarbeit aus einem Guss

Nun ist es amtlich: Vilseck hat die erste Gemeindejugendfeuerwehr im Landkreis. Bei der Gründungsversammlung wurde die Zusammenarbeit der Wehren aus Vilseck, Schlicht, Sorghof, Schönlind, Sigl, Gressenwöhr und Ebersbach perfekt gemacht (von links): Kreisbrandmeister und Initiator Christof Strobl, Kreisbrandinspektor Karl Luber, Gemeindejugendwart Andreas Männer, Kreisjugendfeuerwehrwart Hubert Haller, Vize-Gemeindejugendwart Daniel Ritz, Bürgermeister Hans-Martin Schertl und Kreisbrandrat Fredi Weiß. Bild
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Vilseck
31.03.2016
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Die Feuerwehrjugend aus der Großgemeinde Vilseck zieht künftig an einem Strang. Die Idee, die Nachwuchsarbeit zielführender zu gestalten, hatte Kreisbrandmeister Christof Strobl. Von positiven Stimmen überhäuft, gab er den Anstoß zur Gründung einer gemeindeweiten Jugendfeuerwehr.

Die Vertreter der Landkreisführung trafen sich im Gemeindehaus Schönlind mit den Kommandanten der sieben Wehren und deren 18 Jugendausbildern zu diesem historischen Abend, an dem die Gemeindejugendfeuerwehr offiziell ins Leben gerufen wurde.

Christof Strobl erläuterte, dass er in vielen Gesprächen immer wieder festgestellt habe, wie kompliziert es ist, mit einer geringen Anzahl an Jugendlichen die immens wichtige Nachwuchsarbeit zu leisten. Jede einzelne Wehr habe jährlich nur wenige Neuzugänge, was eine zielführende Jugendarbeit erschwere.

Jugendordnung erstellt


Inspiriert von den durchwegs positiven Aussagen aller Beteiligten wurde eine Jugendordnung erstellt, die einen reibungslosen Ausbildungsablauf gewährleisten soll. War bisher jede Feuerwehr selbstständig vorgegangen, soll künftig die Jugendarbeit mit einem Ausbilderpool aller sieben Großgemeindewehren zentral und einheitlich gestaltet werden. Neueinsteiger würden zwar Mitglied in ihrer örtlichen Feuerwehr, erklärte Strobl, gehörten jedoch auch automatisch der Gemeindejugendfeuerwehr Vilseck an. Der Kreisbrandmeister sagte: "Eine gemeinsame Jugendfeuerwehr dieser Größe ist im Landkreis Amberg-Sulzbach und im weiteren Umkreis bisher einmalig."

Aus dem Team der derzeit 18 Jugendausbilder wurde Andreas Männer (FFW Vilseck) für die Dauer von zwei Jahren zum neuen Gemeindejugendwart gewählt. Sein Stellvertreter ist Daniel Ritz (FFW Sorghof). Männer dankte Kreisbrandmeister Christof Strobl für die Energie, die er in dieses Projekt gesteckt hatte, und gab einen ersten Einblick in die künftige Vorgehensweise. Dabei stünden auch verschiedene Freizeitaktivitäten auf dem Programm, fügte Männer an.

"Positiver Meilenstein"


Über die Entscheidung, künftig bei der Jugendarbeit an einem Strang zu ziehen, zeigte sich Bürgermeister Hans-Martin Schertl hocherfreut. Man könne es dem Vater des Projekts, Christof Strobl, nicht hoch genug anrechnen, was er da auf den Weg gebracht habe, sagte das Stadtoberhaupt. Schertl bezeichnete dies neben der gemeinsamen Atemschutzausbildung als weiteren positiven Meilenstein in der Geschichte der Vilsecker Wehren und sicherte die Unterstützung der Stadt zu.

"Vilseck geht in puncto Zusammenarbeit beispielhafte Wege", freute sich Kreisbrandrat Fredi Weiß. Schon des Öfteren habe es sich gezeigt, dass die Vilsecker Führungskräfte gute Ideen hätten und diese professionell umsetzen könnten. Weiß zeigte sich sicher, dass das Projekt Nachahmer findet. Die Unterstützung der Landkreisführung versprach Kreisjugendfeuerwehrwart Hubert Haller. Er war überzeugt, dass die Jugendlichen am gemeinsamen Üben viel Freude haben werden.
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