Märchen von Hänsel und Gretel regt bei den Vilsecker Senioren alle Sinne an
Zuckerrübensaft noch in der Nase

Große Augen machten die Anwesenden, als Hildegard Kohl (stehend) ein Pfefferkuchenhaus präsentierte, das Klangbrett-Spielerin Rosmarie Staudigl (sitzend, vorn links) mitgebracht hatte. Beim Herumreichen durch die Reihen wurden Erinnerungen an das eigene Backen geweckt. Bild: u
Vermischtes
Vilseck
08.07.2016
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Märchen eignen sich ausgezeichnet dafür, das Gedächtnis und das Denkvermögen von Senioren zu aktivieren. Einen eindrucksvollen Beleg lieferte die Hänsel-und-Gretel-Märchenstunde im BRK-Seniorenheim St. Ägidius.

Die Lehrerin für Pflegeberufe, Hildegard Kohl (Massenricht), sorgte mit ihrer ideenreichen Gestaltung dafür, dass sie für die Heimbewohner zu einem echten Gewinn wurde. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Klangbrettgruppe der Hirschauer Caritas-Sozialstation mit Musikstücken wie der Sternpolka oder dem Bregenzer Walzer. Die älteren Menschen lauschten konzentriert, als Hildegard Kohl ausdrucksstark vorlas, um dann beim Singen des bekannten Hänsel-und-Gretel-Liedes zumindest bei der ersten Strophe textsicher und laut mitzuwirken. Auch begleiteten sie das Lied mit Bewegungsübungen. Genauso freudig wurden die "Waldeslust" und "Ein Männlein steht im Walde" gesungen.

Große Augen machten die Anwesenden bei der Präsentation des Pfefferkuchenhauses, das Klangbrett-Spielerin Rosmarie Staudigl mitgebracht hatte. Beim Herumreichen durch die Reihen wurden Erinnerungen an das eigene Backen geweckt. Noch in bester, wenn auch unguter Erinnerung war der dabei verwendete Sirup aus Zuckerrübensaft, der einen fürchterlichen Gestank entwickelte, wenn er anbrannte. Auch die von Platz zu Platz wandernden und so mit allen Sinnen erfassbaren Holunderzweige motivierten die Teilnehmer zum Erzählen.

In Anlehnung an die von den Märchenkindern im Wald verstreuten Krümel wurde zur Anregung des Geruchs- und des Geschmacksinns Brot verteilt, das langsam und gründlich gekaut wurde. Die gustatorische Stimulation zeigte, dass sich der Geschmack des Brotes bei andauerndem Kauen veränderte. Schließlich hatten die Senioren ein Wortspiel zu bewältigen.
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