Pfarreiengemeinschaft Vilseck-Schlicht-Sorghof lädt zu einem Integrationstag mit Gebet der ...
Am Feuer keine Berührungsängste

Stadtpfarrer Johannes Kiefmann segnete den Holzstoß.
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Vilseck
23.06.2016
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Es war ein Sprung ins Ungewisse: Erstmals hatte die Pfarreiengemeinschaft Vilseck-Schlicht-Sorghof zu einem Integrationstag mit Gebet der Religionen und Konfessionen eingeladen. Verbunden damit war ein Johannisfeuer. Die Resonanz war durchwegs positiv, so dass es im nächsten Jahr möglicherweise eine Fortsetzung geben wird.

Sorghof. So ein Johannisfeuer gab es in Sorghof noch nicht. Helmut Schwindl hatte im Vorfeld die Fäden gezogen. Das Rahmenprogramm hatte es in sich: Die gesangliche Einstimmung übernahmen der Kirchenchor Sorghof und die Gruppe JuRhythmixx aus den Jurawerkstätten. Die Zielsetzung lautete, dass katholische und evangelische Christen, junge und ältere Menschen und solche mit und ohne Behinderung ein Fest der Begegnung feiern.

Internationale Lieder


In der in deutscher und englischer Sprache abgehaltenen Andacht mit Lesungen und Fürbitten bot der Kirchenchor Sorghof mit Leiter Gerhard Kraus eine Probe seines breitgefächerten Könnens, gekrönt von Hanne Hallers "Vater unser" in Chorversion. Hanni Schertl leitet die im Jahr 2003 gegründete musikalische Gruppe der Jura-Werkstätten, die auch bei Konzerten der städtischen Sing- und Musikschule Sulzbach-Rosenberg fest mit eingebunden ist. Der Eröffnungsbeitrag "Maculele" stammte aus Brasilien. Ferner zeigte JuRhythmixx das aus Ghana stammende Kinderlied "Te Te Kule" als Sitztanz.

Der Kirchenchor stimmte am Dorfplatz mit dem "Ja freuet euch im Herrn" und "Du bist das Licht der Welt" die Gäste ein. Am Feuer hörten die Besucher die Titelmelodie aus dem "Fluch der Karibik" und ein irisches Lied. Dabei wurden mit Klanghölzern und Stöcken mitreißende Rhythmen erzeugt. Dafür spendeten die Besucher viel Beifall, bereiteten aber auch Hanni Schertl einen herzlichen Abschied in den Ruhestand.

Gelungene Inklusion


Pfarrer Johannes Kiefmann segnete das Johannisfeuer. Im Anschluss hatte die Feuerwehr alle Hände voll zu tun, hatten sich doch viele Gäste am Dorfplatz eingefunden, um dem Entzünden des Johannisfeuers beizuwohnen und sich Bratwürste schmecken zu lassen. Dabei gab es Gelegenheit zu Gesprächen ganz ohne Berührungsängste zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Kiefmann sah hierin ein gutes Beispiel für gelungene Inklusion.
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