Rotwildschau der Oberpfalz
Note 1 für Oberpfälzer Hirsche

Vermischtes
Vilseck
25.04.2016
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Die Arbeit ist getan, jetzt galt es, die Ernte zu bewerten: Die Rotwildjäger der Oberpfalz zeigten die Trophäen ihres Jagdjahres. Der Abschuss ist erfüllt, die jungen Bäume im Übungsplatz wachsen ohne Zaun, die waldbaulichen Ziele sind erreicht. Und den Hirschen geht es gut. Obwohl 3451 Stück Rotwild erlegt wurden - ein Drittel der Strecke in Bayern.

Heringnohe. Aus der ganzen Bundesrepublik und vielen Nachbarstaaten kommen die Experten und Jagdgäste auf Gut Heringnohe bei Vilseck, wenn die Bilanz der Rotwildjagd gezogen wird. Dem Regierungsbezirks-Vorsitzenden Dr. Günter Baumer oblag es, die illustre Schar zu begrüßen. Vilsecks Bürgermeister Hans-Martin Schertl verwies auf die Nachhaltigkeit bei der Nutzung und Hege der Wildtiere auf dem Truppenübungsplatz: "Hier ist die Welt für die Jäger noch in Ordnung." Dem schloss sich der Landtagsabgeordnete Harald Schwartz, selbst ein Grünrock, natürlich freudig an.

Wie sieht es denn nun aus mit dem Rotwild zwischen Veldensteiner Forst, Steinwald, Neustadt/Waldnaab, Grafenwöhr und Hohenfels? Für den Norden der Hochwild-Hegegemeinschaft berichtete Vorsitzender Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg, dass die Abschusspläne teils bis zu 106 Prozent erfüllt seien - "zum ersten Mal seit Jahrzehnten!". Der Norden mit seinen vier Unterbezirken habe 2363 Stück Rotwild beigesteuert. Für 2016/17 kündigte er eine leichte Abschuss-Senkung an.

Für den Süden mit dem Übungsplatz Hohenfels als Zentrum sprach Forstdirektor Dr. Markus Perpeet ebenfalls von positiven Zahlen: In den letzten Jahren habe sich die Strecke außerhalb des Übungsplatzes von 54 auf 108 verdoppelt. Insgesamt seien von 1106 beantragten Stücken 1088 erlegt worden. Allerdings habe es außerhalb des Platzes teils massive Schälschäden an Bäumen gegeben - "eine Herausforderung".

Forstdirektor Ulrich Maushake vom Bundesforstbetrieb Grafenwöhr bezeichnete die Lage beim Rotwild summa summarum als "ausgezeichnet". Guter Wildbestand, ausgeglichene Altersstruktur, ein perfektes Geschlechterverhältnis von 1:1 sprächen für sich: "Dem Rotwild in der Oberpfalz gebührt eine glatte Eins!"

Anschließend besprach er einige der über 200 ausgestellten Geweihe. Von den vier stärksten Hirschen kommen die Nummer 1 und 4 aus Grafenwöhr (Forstrevier Nitzlbuch), die Nummer 2 aus Pegnitz und die Nummer 3 aus Hohenfels. (Ausführlicher Bericht in unserer morgigen Ausgabe)

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Weitere Informationen:

www.hhg-opf.de
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