Schlichter feiern ausgelassen
Hitzeschlacht am Kirwabaum

Die 19 Kirwapaare und die Musiker können aufatmen - ihr Auftritt gelang. Und das trotz tropischer Temperaturen von 35 Grad. Das Oberkirwapaar (vorne Mitte) heißt Laura Singer und Michael Göttlinger. Bilder: sak (2)
Vermischtes
Vilseck
01.09.2016
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Beim beschwerlichen Baumaufstellen unterstützten viele Schlichter und auch US-Soldaten die Kirwaburschen mit Rat und Tat.

Schon am Mittwoch banden die Protagonisten fleißig Kränze am Stodl - dann ging es bei der letzten Tanzprobe mit der Werkvolkkapelle in die Vollen. Die 23. Schlichter Schul-Kirwa begann.

Schlicht. Am Donnerstag stand das Zeltaufstellen an der Tagesordnung. Freitag musste der Festplatz hergerichtet werden. Nachts hielten die Burschen Wache. Am Samstagmorgen machte sich die Truppe auf den Weg, um den Baum einzuholen. In Schlicht angekommen, wurde er sogleich geschmückt. Um 13 Uhr war es dann so weit, der 32 Meter lange Baum musste mit tatkräftiger Unterstützung der Schlichter Bevölkerung und den Kirwaburschen aufgestellt werden. Die Leitung hierfür übernahmen Josef Schmid und Georg Picklmann.

Nur drei Schläge


Nachdem die Arbeiten am Festplatz abgeschlossen waren, bewirteten die Kirwaleute, zusammen mit zahlreichen freiwilligen Helfern ihre Gäste. Zur Eröffnung des Abends hieß Vorsitzender Andreas Kredler auch die amerikanischen Freunde willkommen. Vom 3. Schwadron Wolfspack aus dem US-Südlager Vilseck kamen Lieutenant Colonel Scott Cheney und viele andere Soldaten mit deren Familien zur Feier. Die Soldaten der Einheit halfen bereits beim Zeltaufbau und Baumaufstellen. Den Bieranstich übernahm Cheney - seine Premiere schaffte er mit nur drei Schlägen. Den Abend umrahmte die Band Sakrisch.

Der Kirwasonntag begann bereits um 8 Uhr mit Reinigungsarbeiten vom Vorabend und der Vorbereitung für den Höhepunkt. Der Gottesdienst wurde von den Kirwaleuten mitgestaltet. Neben Stadtpfarrer Johannes Kiefmann zelebriere Militärgeistlicher Alfons Schöpf den Gottesdienst. Musikalisch wurde er von der Schlichter Schola umrahmt. Diese schließen sich extra einmal jährlich für die Schlichter Kirwa zusammen. Vorsitzender Andreas Kredler bedankte sich und lud zum Frühschoppen und zum Austanzen ein. Nach dem Gottesdienst schloss sich neben dem Frühschoppen auch ein Fingerhakel-Wettbewerb an, der von Norbert Klier organisiert wurde. Im Finale gewann Ludwig Trummer gegen Michael Gradl. Den dritten Platz belegte Karl-Gregor Suioch. Klier übergab im Namen der Kirwagemeinschaft an die drei ersten je eine Urkunde und einen Gutschein.

Nach dem Mittagessen machten sich die Burschen auf den Weg, um ihre Moidln abzuholen. Die Jungs bekamen als Belohnung ein Kirwabussi und einen mit Blumen geschmückten Hut. Natürlich durften auch die Moidln nicht leer ausgehen. Sie erhielten von ihrem Tanzpartner einen Blumenstrauß. Die musikalische Begleitung auf dem Kirwawagen übernahmen die Schlöichter Plattföis. Pünktlich um 15 Uhr drehten die Paare auf der selbst gebauten Bühne ihre Tanzrunden, die sie in zahlreichen Proben seit Juni unter der Regie von Stefan Stubenvoll einstudiert hatten.

Zum Austanzen gab es wieder strahlenden Sonnenschein - was mit fast 35 Grad alle an die Grenzen der Belastbarkeit brachte. Als die Schlichter Kirwamusik den Walzer beendete, hielten Laura Singer und Michael Göttlinger den richtigen Strauß mit dem Kirwa-Los-Treffer in ihren Händen. Somit war das Oberkirwapaar ermittelt und der Ehrenwalzer folgte. Nach dem gemeinsamen Einzug ins Festzelt sorgten D'Hoglbouchan für gute Laune. Am Abend legte die Band Nachtwerk los. Gegen 21.30 Uhr fand die Verlosung des Kirwabaums und zahlreicher anderer Preise statt. Andreas Kredler übernahm an der Seite des Oberkirwapaares mit viel Witz die Moderation. Das Wahrzeichen gewann Christian Ströll.

Bär in den Straßen


Am Kirwamontag gab es das Kirwabärtreiben durch Schlicht. Der Bär Harry und seine Leute zogen schwarz bemalt durch die Straßen und erfreuten die Bewohner. Am Abend ging es noch mal mit der Band D'Quertreiber hoch her. Zu einer anständigen Kirwa gehört natürlich auch das Geldbeidlwaschn, das am Kirwadienstag den Ausklang bildete.
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