Sorghofer feiern zünftige Kirwa
Bauernmadl im Wolkenbruch

Die Sorghofer Kirwapaare erfreuten die Gäste mit ihren flotten Tanzdarbietungen um den mit einer Island-Fahne geschmückten Baum. Bilder: er (2)
Vermischtes
Vilseck
28.07.2016
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War beim Tanz abwechselnd die linke oder rechte Fußsohle anzuheben, riefen die Sorghofer Kirwapaare laut "Fuß!", angelehnt an den "Uuh!"-Schlachtruf der Isländer bei der Fußball-EM. Offenkundig haben die Nordländer hier neue Anhänger gefunden, denn zudem wehte die Island-Fahne beim Austanzen am Kirwabaum.

Sorghof. Gleich dreimal wurde das Kirwasymbol in Sorghof ausgetanzt. Zum Auftakt zeigten der Trachtenverein Erika zusammen mit seinem Patenverein D'Stoapfälzer aus Amberg einige Volkstänze wie den Siebenschritt und eine Schleuder-Mazurka. Am Kirwamontag drehten sich die Kinder der Tagesstätte St. Barbara Sorghof mit Leiterin Agnes Strobl und den Betreuerinnen um den Baum. Die Jägerpolka beherrschen die jüngsten Sorghofer schon aus dem Effeff.

Eng wurde es auf dem Podium, als die 17 Sorghofer Kirwapaare ihre Runden um den Kirwabaum zogen. Viele Besucher verfolgten das von den Musikanten Manuel Plößner, Gerhard Baierl, Alexander Irlbacher, Patrick Schaaf und Manfred Weiß umrahmte Spektakel. Die mit Peter Fink einstudierten Volkstänze Sternpolka, Bauernmadl, Voglstiehl und Rheinländer kamen gut an bei den Gästen, die nicht mit Beifall geizten.

Was keiner für möglich gehalten hatte, trat ein. Denn erstmals bei einer Sorghofer Kirwa funkte ein Platzregen dazwischen, gerade als das neue Oberkirwapaar ermittelt wurde: Kubilay Kuscuoglu und Ramona Suttner. Kurzerhand wurde das Auspacken der Geschenkpakete ins Festzelt verlegt. Danach unterhielten D'Hoglbouchan die Gäste im und um das Zelt unplugged. Den Baum gewann am Abend Daniel Ritz, der diesen als Spende zurückgab, verbunden mit dem Wunsch, dass daraus ein neuer Kirwatisch wird.

Feucht-fröhlich ging es zu, als am Samstag beim Baumaufstellen ein gewaltiger Gewitterregen seine Wassermassen über Sorghof niederließ. Doch mit sicherer Hand wurde der 34 Meter lange Riese unter dem Kommando von Manuel Plößner in die Lotrechte gebracht. Am Abend zapften Bürgermeister Hans-Martin Schertl, unterstützt von SKV-Vorsitzendem Werner Stubenvoll, Braumeister Karl Winkler sowie Major Krayer und Command Sergeant Major Chadwick von der US-Partnereinheit 2/2 CR, das erste Fass an. Für eine musikalische Zeitreise in die 1960er-Jahre sorgte danach die Oldie-Band Hula-Hoop. Dazu gab es Einlagen von Quick Feet Amberg, die mit den Boogies und den Rock'n' Rollern ihre Showtänze zeigten.

Einen erfolgreichen Kirwaabschluss gab es am Montag, als am Abend die Crocodiles aufspielten. Die beiden Veranstalter der Kirwa, Kriegerverein und Siedlergemeinschaft, zogen trotz der Wetterkapriolen ein insgesamt positives Resümee.
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