Segler starten mit Hausboot
Mecklenburg statt Mittelmeer

Ruhiges Wasser und ein Blick in den Abendhimmel: So präsentierte sich die Natur den Bootsfreunden.
Freizeit
Vohenstrauß
19.08.2016
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Der harte Kern der ehemaligen Segler startet zu einer neuen Tour. Doch die Truppe verbringt ihre Tage nicht auf hoher See, sondern an der Mecklenburgischen Seenplatte.

Für alle war das Schippern mit dem Hausboot eine neue Erfahrung. Die Crew fuhr nicht ans Meer, sondern blieb auf heimischen Gewässern an der Mecklenburgischen Seenplatte. Die ehemaligen Segler starteten von Untergöhren und fuhren bei herrlichem Wetter an Marlow vorbei über den Plauer See. Durch die Hubbrücke ging es bis Lübz. Danach führte sie das Boot durch idyllische Kanäle, begleitet von Wildenten, Reihern, Haubentauchern und Blesshühnern. Die Crew hatte den 14,50 Meter langen Kahn gut im Griff und viel Spaß auf dem Hausboot.

Auf dem Weg über den Kölpinsee, durch Kanäle über die Binnenmüritz, vorbei an Waren über die Müritz, sahen die Bootsfahrer die verrücktesten Nussschalen: So etwa ein Floß mit einem giftgrünem Auto darauf, dessen Kapitän mit dem Lenkrad im Auto steuerte. Oder ein Floß mit einem ausrangierten Wohnwagen darauf: hinten und vorne ein Sonnendeck. Ungewohnt für alle Beteiligten war das Entfallen der üblichen Sicherungen. Selbst die Blumenvase auf dem Tisch kippte durch die leichten Wellen nicht um. Für die Segler war es eine völlig neue Erfahrung, dass ein Boot so ruhig liegen kann.

Bier als Schleusen-Wegzoll


Von Canow ging es weiter durch etliche kleinere Seen und Kanäle bis Rheinsberg. Dazwischen mussten immer wieder Schleusen gemeistert werden. "Anlegen - Leinen werfen - fieren" und eine Flasche Bier als "Wegzoll" bezahlen, das war früher so üblich, und so wurde es nach altem Vorbild auch gemacht.

Auf dem Rückweg auf der Müritz gehörte das Ruder den Frauen, die dann auch ordentlich Gas gaben und von den Männern als "Raserweiber" bezeichnet wurden. Am Ende ging es zurück zum Heimathafen Untergöhren. Die Crew war stolz, den Kahn so gut geschippert zu haben. Alle waren sich einig: Es muss für eine Bootstour nicht immer das Meer sein.
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