Adventsfeier der BRK-Hauskrankenhilfe mit Erinnerungen an frühere Zeiten - Die Sehnsucht im ...
"Jeder hat sein Päckchen zu tragen"

Lokales
Vohenstrauß
12.12.2014
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Zunächst galt es, Stühle zu schleppen, derart viele Senioren und Patienten nahmen an der Adventsfeier der BRK-Hauskrankenpflege im Rotkreuzhaus teil. Einen geruhsamen und besinnlichen Nachmittag bereitete das Personal den Gästen. Der Lehrsaal hatte sich in ein adventliches Wohnzimmer verwandelt. Tina Hösl freute sich besonders, dass die Stadtpfarrer Alexander Hösl und Peter Peischl sowie dritter Bürgermeister Johann Gollwitzer gekommen waren. "Jeder habe sein Päckchen zu tragen", spielte die Pflegedienstleiterin auf die vielen Beschwerden im Alter an.

"Rummel ist so nichtig"

Zum Nachdenken regte das Gedicht "Weihnachtsrausch" von Johannes Kandel an: "Der Weihnachtsrummel ist so nichtig, ein jeder rasch den Glanz vergisst. Nur eines ist jetzt groß und wichtig, dass Jesus Christ geboren ist." Mit dem Adventsnachmittag für die Senioren setze die Rotkreuzfamilie ein schönes Zeichen, dankte Dekan Hösl. Vom bekannten Würzburger Seelsorger Paul Weismantel stammte "Die Kraft der Sehnsucht". Jeder trage zutiefst eine Sehnsucht im Herzen, sagte der Geistliche. Die wohl größte im Alter sei die nach Gesundheit oder zumindest Linderung einer Krankheit. Ohne Sehnsucht würde sich nichts bewegen. Gott hatte Sehnsucht nach uns Menschen, das stecke im Geheimnis, das sich vor über 2000 Jahren ereignete. "Jesus durchlebte selbst Höhen und Tiefen." Hösl nannte dies ein Hoffnungszeichen, "dass wir nicht alleine sind". Die Senioren sollten zuversichtlich "Durststrecken" überstehen, denn sie dürften an den Tiefpunkten ihres Lebens Gott an ihrer Seite wissen. "Ich wünsche ihnen allen, dass sie das auch im kommenden Jahr spüren und erleben dürfen."

Kalender mit Silberstaub

Kindheitserinnerungen weckt Weihnachten jährlich beim dritten Bürgermeister. Der Silberstaub auf dem Adventskalender, der früher nicht mit Schokolade gefüllt war und der nach dem Fest wieder auf dem Dachboden verschwand, sei nur eine, berichtete Gollwitzer. Gleiches geschah mit dem Holzlastwagen, der neu lackiert jährlich unter dem mit Lametta geschmückten Fichtenbaum stand, den der Vater aus dem Wald geholt hatte.

Besinnliche und humorvolle Texte trugen Martha Grünauer, Eva Putzer und Michaela Wiesent vor. Dazu gab es Kaffee, Tee, Plätzchen, Stollen oder herzhafte Wurstbrote. Die Veeh-Harfen-Gruppe aus Moosbach begleitete die Feier.
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