Amtsgericht im Blick

Staatssekretär Albert Füracker (Dritter von links) ließ sich die Pläne für das Schlossareal erläutern und begutachtete das Amtsgericht, das sich die Stadt Vohenstrauß als Behördenort wünscht. Bild: doz
Lokales
Vohenstrauß
22.03.2015
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Finanzstaatssekretär Albert Füracker ließ sich beim Besuch in Vohenstrauß nichts Konkretes entlocken. Es bleibt weiterhin offen, wann die Zentrale Reiseservicestelle verlagert wird und wo sie untergebracht wird. Ein paar Interessante Informationen gab es aber doch.

Der Staatssekretär sprach von einem "Zeitkorridor von fünf bis zehn Jahren" für die Verlagerungen. Schließlich soll wegen der Regionalisierung der Verwaltungen niemand gezwungen werden, umzuziehen. Für Vohenstrauß ist Füracker sogar guter Hoffnung, "dass es noch schneller gehen könnte". Zwar will er nichts versprechen, weil "noch nichts eruiert ist", aber er könnte sich vorstellen, dass viele eine "Heimversetzung in die Oberpfalz" ins Visier nehmen. Außerdem stehe eine Pensionierungswelle an.

Der herzliche Empfang der Vohenstraußer Delegation am Freitag wunderte Füracker nicht: "Überall dort, wo wir Behörden hin verlagert haben, werden wir freundlich begrüßt." Bürgermeister Andreas Wutzlhofer wählte dann auch viele dankbare Worte. Er vergaß aber nicht, immer wieder das alte Amtsgericht als mögliche Heimat für die Behörde in den Vordergrund zu rücken. Wutzlhofer sprach von einer "Revitalisierung des Schlossbereichs". Für die alte Apotheke habe sich ein Privatinvestor gefunden, der eine zeitnahe Generalsanierung plane. Zudem stehe Vohenstrauß mit dem Landestheater Oberpfalz (LTO) in Verbindung, das nach den Vorstellungen der Stadt fest ins Schloss einziehen sollen.

Der Innenhof soll neugestaltet werden. Die 1400 Quadratmeter Nutzfläche im Amtsgericht würden für die 40 Mitarbeiter ausreichen. Wutzelhofer ließ also keinen Zweifel daran: "Die Behörde im Amtsgericht wäre ein Traum." Der Bürgermeister verheimlichte aber auch nicht, dass der Bau sanierungsbedürftig sei.

Zuerst Daten erheben

Die Botschaft kam beim Staatssekretär an: "Dass das alte Amtsgericht aus euerer Sicht städtebaulich perfekt wäre, verstehen wir." Füracker betonte, dass er die örtliche Sichtweise einbeziehen will, aber sich keine Zu- oder Absage abjagen lässt. Momentan befinde man sich noch in der Brainstorming-Phase, in der es gelte, Daten zu erheben und Gutachten einzuholen. Um was es sich genau bei der Zentralen Reiseservicestelle Bayern handelt, erklärte Füracker auch:

"Zu den Aufgaben soll insbesondere die Beratung der Dienstreisenden des Freistaats Bayern bei der Reiseplanung, die Beschaffung von Bahn- und Flugtickets sowie die Rechnungsabwicklung gehören." Dabei handle es sich aber nicht um Einzelabrechnungen der Beamten.
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