Antrieb für den Bootsbau

Das Vorhaben von Richard Reger, als eine Art "Entwicklungshelfer für den Bootsbau" nach Zentralafrika zu reisen, hat Hildegard Busch begeistert. Daher entschloss sie sich, ihm 1000 Euro für die armen Menschen dort mitzugeben. Ihr Missionskreis bekommt das Geld unter anderem durch den Verkauf von Socken zusammen. Dafür haben die Helferinnen wieder ganz viel gestrickt. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
03.12.2015
14
0

Wenn sich Richard Reger am 10. Januar in den Flieger nach Afrika setzt, wird er in seinem Gepäck auch Werkzeug für den einfachen Bootsbau mitschleppen. Doch nicht nur das hat er dabei.

Als er beim "Advent im Schloss" seiner benachbarten Standbetreiberin Hildegard Busch vom Missionskreis über seine große Reise in den Kongo berichtete, beschloss diese, das Vorhaben mit 1000 Euro zu unterstützen. Seit vielen Jahren engagiert sich der Helferkreis um Busch mit dem Verkauf von selbstgestrickten Socken, kulinarischen Besonderheiten, österlichen Dekorationen oder Kranzbindereien und Backwaren für die Aufgaben in der Missionsarbeit. Mehrere Tausend Euro wurden dafür schon an die verschiedensten Ordensleute aus der Region verteilt, auch Pater Ferdinand aus der Pfarrei Moosbach war schon öfter unter den Empfängern.

Zusammen mit der Entwicklungshelferin Waltraud Burger aus Oberbibrach bei Speinshart macht sich der Böhmischbrucker Reger im neuen Jahr auf die Reise in das fremde Land in Zentralafrika. Der Rückflug ist für 20. Februar vorgesehen. "Sonst lohnt sich der weite Weg nicht."

Ziel ist die Missionsstation des aus Tröbes stammenden Augustinerpaters Ferdinand Bodensteiner, der in Ndendule im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo in Afrika die Menschen unterstützt.

Seit 1971 ist der Geistliche dort in der Mission tätig und trotz vieler Rückschläge, nicht zuletzt durch Bürgerkriege, veränderte sich durch seine Hilfe mit großzügiger finanzieller Unterstützung aus der Heimat vieles rund um das Dörfchen Ndendule in der Pfarrei Amadi positiv. "Burger baute dort mit Pater Ferdinand einen Kindergarten auf und blieb 20 Jahre dort", erzählte Reger.

"Ich habe ihm vor einiger Zeit versprochen, dass ich einmal zu ihm auf Besuch komme und jetzt ist die Zeit da", erklärte der Böhmischbrucker. Den Männern dort, wolle er in der Zeit seines Aufenthalts den einfachen Bootsbau beibringen. Denn obwohl die Leute in der Missionsstation an dem großen Urwaldfluss Uele leben, können die Leute dort nur kleine Boote bauen, die keine Sicherheit bieten.

Der Zimmermeister und Hobbyschnitzer wird den Männern dort seine ganzen Erfahrungen vermitteln. "Ich will einfach dort sein, wo Hilfe gebraucht wird", fasste der gläubige Christ zusammen. Über die Spendengabe des Missionskreises war er ziemlich überrascht, nahm sie aber dankbar entgegen.

Weitere Spende

Weitere 500 Euro bekommt Schwester Rosa in Mosambik", informierte Busch. Auch deren Arbeit wird seit vielen Jahren durch die Vohenstraußer unterstützt. Nachdem sie beim "Advent im Schloss" wieder so großartige Unterstützung durch Helfer aber auch durch Käufer erfahren habe, könne der Missionskreis wieder viel Gutes tun.
Weitere Beiträge zu den Themen: Dezember 2015 (2649)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.